Sabine von Breunig | The DNA Of History

Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will. Alles verschwindet.

Ehemalige Krankenanstalten in Berlin-Buch | Fotografie

Ausstellung vom 18.01. bis 05.03.2017

Bildvergrößerung: Sabine von Breunig: "Chefarztzimmer ehem. Franz Volhard Klinik, ÖB 1"
Sabine von Breunig: "Chefarztzimmer ehem. Franz Volhard Klinik, ÖB 1"
Bild: Sabine von Breunig

Sabine von Breunig beschäftigt sich in ihrer aktuellen fotografischen Arbeit mit ehemaligen Krankenanstalten in Berlin-Buch.

Dort befindet sich der ehemals größte Krankenhausstandort Europas mit sieben medizinischen Bereichen. Nach der Wiedervereinigung wurden die Krankenhäuser zum Teil verlagert, geschlossen und für die Gebäude eine neue Nutzung gesucht. Das ist bis heute nur teilweise gelungen. Zwischen 2013 und 2015 hat Sabine von Breunig in den verlassenen Gebäuden von fünf ehemaligen Klinikteilen fotografiert.

Sabine von Breunig setzt sich in ihrer fotografischen Arbeit mit der Geschichte von Räumen und den darin befindlichen historischen Schichtungen auseinander. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht die doku­mentarische Erfassung des Vorgefundenen. Vielmehr versucht sie mit künstlerischen Mitteln – dem fein nuancierten Umgang mit Licht sowie der klaren Komposition aus Farbe und Struktur die Atmosphäre der dargestellten Räume erlebbar zu machen. Kernpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist es, das Interesse an Geschichte wach zu halten. Nicht mit histo­rischen Dokumenten sondern mit zeitgemäßen Bildern, die an der Nahtstelle zum Verschwinden Fragen nach dem Woher und Wohin stellen.

Sabine von Breunig war zunächst als Journalistin tätig, absolvierte ein Volontariat bei Heiner Leiska, Hamburg, und arbeitet seit 2001 als freie Fotografin mit dem Schwerpunkt Interieur und Architektur, unter anderem 2006 “Hohenschönhausen”, 2008 “B(P)allast der Republik” oder 2014 “Final Walk” zum ehemaligen Ober­komando der amerikani­schen Streit­kräfte in Berlin. Von 2008-2011 war sie Schülerin in der letzten Meister­klasse von Arno Fischer an der OKS. Sie lebt in Berlin.

Eröffnung

Dienstag, 17.01.2017, 19.00 Uhr

Begrüßung: Annette Tietz (Galerieleiterin)
Einführung: Matthias Harder (Fotokurator, Berlin)

Öffentliche Führungen

Es führte Sie durch die Ausstellung: Dagmar Renfranz (Kunsthistorikerin M.A.)
Termine: 19.01., 26.01., 02.02, 09.02., 16.02., 23.02., 02.03.2017, jeweils donnerstags von 17.00 bis 18.00 Uhr

Finissage

Sonntag, 05.03.2017, 17.00 Uhr

Mit einem Gespräch zwischen Sabine von Breunig und Matthias Flügge (Kunstwissenschaftler, Berlin)

Publikation

Katalog: Sabine von Breunig “The DNA of History” – Fotografie
Text: Matthias Harder; Annette Tietz für Galerie Pankow (Hrsg.); 60 Seiten, Softcover; Preis: 12,- €

Veranstaltungsreihe: Klang Farbe 05

Donnerstag, 26.01.2017, 19.00 – 21.00 Uhr

Christfried Schmidt / Ellen Hünigen-Schmidt
Munch-Musik – Klang, Bilder, Worte

Die 1981 entstandenen “Orchesterstücke nach Grafiken von Edvard Munch” des Komponisten Christfried Schmidt basieren auf einer einzigen Zwölftonreihe und öffnen zugleich die “verwaltete Welt einer abgezirkelten Zwölftontechnik wieder für die mitreißend flutende Sinnlichkeit jener freien Atonalität, wie es sie vor dem Ersten Weltkrieg gegeben hatte.”
(Jan Brachmann, FAZ, 26.01.2009)

Ellen Hünigen-Schmidt bringt in ihrem Vortrag kongenial die Hintergründe und Zusammenhänge dieses halbstündigen, eindrucksvollen Orchesterwerks nahe.

Christfried Schmidt
www.christfried-schmidt.de

Ellen Hünigen-Schmidt
www.vox-nostra.de