Zugunglück im Löwenberger Land: Mutter und Sohn getötet

Zugunglück im Löwenberger Land: Mutter und Sohn getötet

Schlimmer Unfall am Bahnübergang: Bei einem Zusammenstoß einer Regionalbahn der Linie RB54 mit einem Transporter sind im Löwenberger Land im Landkreis Oberhavel am Wochenende zwei Menschen getötet worden.

Bahnunfall mit zwei Toten in Brandenburg

© dpa

Der beschädigte Triebkopf eines Zuges. Bei dem Zusammenstoß zwischen einer Regionalbahn und einem Auto in Brandenburg sind am Samstagmittag zwei Menschen ums Leben gekommen.

Bei den Toten handelt es sich um die 65 Jahre alte Fahrerin des Transporters und ihren 31 Jahre alten Sohn, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Oberhavel am Sonntag (31. Oktober 2021). Eine Obduktion der Beiden solle demnach am Montag durchgeführt werden. Sie kommen aus dem Landkreis Oberhavel.

Auto wurde über 100 Meter mitgeschleift

Die Kriminalpolizei ermittelt. Nach Angaben der Polizei war der Transporter am Samstagmittag (30. Oktober 2021) beim Überqueren eines unbeschrankten Bahnübergangs auf der Privatstrecke nahe des Ortes Grieben von dem Zug erfasst worden. Der Wagen sei dabei genau in der Mitte getroffen und über 100 Meter mitgeschleift worden. Es soll sich um einen Zug der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft handeln.

Notfallseelsorger betreuten Lokführer und Zugbegleiterin

Die Bergung der beiden Autoinsassen erfolgte laut Polizei durch die Feuerwehr. In dem Zug befanden sich vier Passagiere, der Lokführer und eine Zugbegleiterin - alle blieben unverletzt. Sie wurden durch Rettungskräfte und Notfallseelsorger am Unfallort betreut.

100 000 Euro Sachschaden

Den entstandenen Sachschaden bezifferten die Beamten auf etwa 100 000 Euro. Die Staatsanwaltschaft ordnete den Einsatz eines Unfallgutachters an. Für Übersichtsaufnahmen wurde der Hubschrauber eingesetzt. Der Zug und der Transporter wurden beschlagnahmt, hieß es. Über 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch zwei Rettungshubschrauber waren vor Ort.

Ähnlicher Unfall ein Jahr zuvor

Im vergangenen Jahr im April ereignete sich unweit der Unfallstelle auf derselben Strecke ein weiterer folgenschwerer Zusammenstoß. Unfallort war ebenfalls ein unbeschrankter Bahnübergang. In Klosterheide stieß ein Regionalzug (Ostprignitz-Ruppin) mit einem Kleintransporter zusammen. Dabei wurde ein 39 Jahre alter Fahrer so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. 2019 ereignete sich an dem Bahnübergang bei Grieben ebenfalls ein Zusammenstoß mit einem Auto und einem Zug.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. November 2021 10:18 Uhr

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