24 Menschen ertrinken 2020 in Brandenburg

24 Menschen ertrinken 2020 in Brandenburg

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr insgesamt 24 Menschen ertrunken - das sind zehn Todesfälle weniger als im Jahr 2019. Besonders gefährlich ist das Schwimmen in Flüssen und Seen, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Dienstag in Berlin berichtete. «Flüsse und Seen sind nach wie vor die größten Gefahrenquellen. Nur vergleichsweise wenige Gewässerstellen werden von Rettungsschwimmern bewacht. Das Risiko, dort zu ertrinken, ist deshalb um ein Vielfaches höher als an Küsten oder in Schwimmbädern», sagte Achim Haag, Präsident der DLRG. Insgesamt 21 der 24 tödlichen Badeunfälle in Brandenburg ereigneten sich in Seen, Teichs und Flüssen. Drei Viertel aller tödlich Verunglückten waren Männer.

Die DLRG machte wie auch in den vergangenen Jahren auf die aus ihrer Sicht prekäre Situation in der Schwimmausbildung aufmerksam. Bundesweit könne ein Viertel aller Grundschulen keinen Schwimmunterricht anbieten, Schwimmkurse bei Verbänden seien teils auf Jahre ausgebucht und dazu hätten die Schließungen durch die Corona-Pandemie die Lage weiter verschärft. Sie drängt darauf, marode öffentliche Bäder zu sanieren und mehr Schwimmunterricht in Schulen anzubieten.
Bundesweit gab es mit 378 Todesfällen rund neun Prozent weniger tödliche Badeunfälle als im Vorjahr. Vor allem in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen gingen die Todeszahlen merklich zurück. Wie üblich ereigneten sich über die Hälfte der Badeunfälle in den Sommermonaten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 9. März 2021 13:55 Uhr

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