Bahnsteige: 3G-Regel gilt nicht automatisch für Obdachlose

Bahnsteige: 3G-Regel gilt nicht automatisch für Obdachlose

Die 3G-Regel auf Berlins Bahnsteigen gilt in dieser Form nicht mehr für Obdachlose.

Obdachlos in Berlin

© dpa

Ein Obdachloser liegt auf dem Boden der U-Bahnstation am Hansaplatz.

Das hat der Berliner Senat am Dienstag (14. Dezember 2021) beschlossen. Seit vergangenem Mittwoch gilt, dass Berlinerinnen und Berliner sich nur auf Bahnsteigen der U- und S-Bahn aufhalten dürfen, wenn sie genesen, geimpft oder getestet sind. Nach Kritik an den Konsequenzen dieser Regelung für Obdachlose hat der Senat nachgebessert: «Betreiber von Bahnhöfen können Verkehrsflächen in Bahnhöfen und an Bahnsteigen zum Aufenthalt für obdachlose Menschen ohne 3G-Bedingung ausweisen, sofern die Einhaltung des Mindestabstandes und der Maskenpflicht gewährleistet werden kann», teilte die Senatskanzlei am Dienstag mit.
Unter anderem die Berliner CDU hatte dem Senat vorgeworfen, die 3G-Regel sei mit Blick auf Obdachlose «ein Zeichen maximaler sozialer Kälte». Der Senat hat die Infektionsschutzverordnung entsprechend geändert. Die neue Regelung gilt voraussichtlich ab Samstag (18. Dezember).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Dezember 2021 20:36 Uhr

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