Mahnwachen für getötete Fußgänger: Tempo 30 gefordert

Mahnwachen für getötete Fußgänger: Tempo 30 gefordert

Mit einer Mahnwache ist in Berlin-Friedrichshain an einen Fußgänger erinnert worden, der bei einem Straßenunfall getötet wurde. An der Unfallstelle auf der Landsberger Allee wurden am Samstagnachmittag Kerzen angezündet und Blumen ausgelegt. Der 56-Jährige war am 14. September an der Ecke Fritz-Riedel-Straße von einer Tram erfasst worden. In Anlehnung an die weißen Geisterfahrräder, mit denen im Straßenverkehr getöteten Radfahrern gedacht wird, wurde eine weiße Figur am Unfallort aufgestellt.

Weitere Mahnwachen für drei weitere Fußgänger waren am Samstag in der Greifswalder Straße in Prenzlauer-Berg, auf der Nonnendammallee in Spandau sowie die Falkenseer Chaussee im Falkenhagener Feld (Ortsteil von Spandau) geplant.
Aufgerufen zu dem Gedenken haben neben Changing Cities der Fachverband Fußverkehr Deutschland (kurz: Fuss e.V.), der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD). In der Mitteilung von Changing Cities wurde von der neuen Bundesregierung die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in den Städten gefordert.
Nach Angaben der Polizei wurden in diesem Jahr bislang 11 Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet (Stichtag: 22. Oktober). Im vergangenen Jahr registrierten die Beamten insgesamt 19 getötete Fußgänger. Die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr bezifferte die Polizei auf insgesamt 33 (ebenfalls Stand: 22. Oktober). Im vergangenen Jahr kamen 50 Menschen im Straßenverkehr ums Leben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 30. Oktober 2021 15:24 Uhr

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