Polizei-Pilotprojekt: Open Data gegen Fahrraddiebstahl

Polizei-Pilotprojekt: Open Data gegen Fahrraddiebstahl

Mit tagesaktuellen Veröffentlichungen von Daten zu Fahrraddiebstählen startet die Berliner Polizei an diesem Mittwoch (08. September 2021) ein Pilotprojekt im Bereich Open Data.

Fahrraddiebstahl

© dpa

Nur noch das Vorderrad eines Fahrrads ist an einem Fahrradständer angeschlossen.

Zu fast jeder Anzeige wegen eines Fahrraddiebstahls in der Hauptstadt werden künftig Ort, Zeit und weitere Informationen zu der Tat in einer Tabelle ins Internet gestellt. Diese Tabelle wird alle 24 Stunden aktualisiert, wie der Vizechef des Landeskriminalamtes (LKA), Stefan Redlich, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Daten sind dann frei abrufbar.

Daten können für kreative Lösungen und Anwendungen genutzt werden

«Wir wollen Programmierer herausfordern, diese Daten zu nutzen und Anwendungen zu entwickeln, auf die wir noch gar nicht gekommen sind», sagte Redlich. «Das könnten Apps sein, die Radfahrer vor Gegenden mit vielen Diebstählen warnen. Aber vielleicht auch andere Anwendungen: Lagebilder, dynamische Entwicklungen, Grafiken, Forschung oder künstlerische Gestaltungen.» Die Polizei wolle testen, ob solche Daten auf Interesse stoßen und als Open Data genutzt werden.

Knapp 28.000 Fahrraddiebstähle im Jahr 2020

Open Data ist ein wichtiger Trend im Internet. Vor allem Behörden und andere staatliche Einrichtungen veröffentlichen Teile ihrer riesigen Datensammlungen, um sie für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Rückwirkend stellt die Polizei außerdem Daten zu 35.000 Rad-Diebstählen seit 2020 ins Internet. Jeden Tag kommen künftig im Schnitt 60 Diebstähle dazu. In Berlin wurden 2020 knapp 28.000 Diebstähle von Fahrrädern angezeigt. Die Aufklärungsquote der Polizei lag 2020 bei 4,7 Prozent und im ersten Halbjahr 2021 bei 5,4 Prozent.
Fahrraddiebstahl verhindern
© dpa

Fahrraddiebstahl vorbeugen: Fünf Tipps

Mit einem guten Schloss und der richtigen Anschließtechnik können Radbesitzer Fahrraddiebstahl vorbeugen. ADFC und Schlosshersteller erklären, worauf es ankommt. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. September 2021 13:57 Uhr

Weitere Meldungen