Bahnstreiks im Personenverkehr ab Montag

Bahnstreiks im Personenverkehr ab Montag

Fahrgäste der Deutschen Bahn müssen sich von Montag bis Mittwoch auf einen erneuten Streik einstellen. Auch die Berliner S-Bahn ist betroffen.

Lokführerstreik - Impressionen

© dpa

Archiv (2015): Der Schriftzug "S-Bahn vom GDL-Streik betroffen" steht auf dem Bahnhof Ostkreuz in Berlin auf der Anzeigetafel der S-Bahn. Im Hintergrund stehen die Signale auf Rot.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat ihre Mitglieder zum zweiten Mal in der laufenden Tarifrunde aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. «Sie streiken für mehr Löhne, für den Schutz ihrer Rente», sagte GDL-Chef Claus Weselsky am 20. August 2021 in Berlin. Die Wut unter den Mitgliedern auf das Management sei groß.

Lokführer streiken ab Montag für 48 Stunden

Anders als in der vergangenen Woche haben die Fahrgäste dieses Mal mehr Zeit, sich auf den Streik einzustellen. Im Güterverkehr soll der Ausstand jedoch schon am Samstagnachmittag um 17 Uhr beginnen. Im Personenverkehr soll der Streik am Montag, dem 23. August 2021 um 2.00 Uhr beginnen und am Mittwoch, dem 25. August um 2.00, enden.

Bahn richtet Notfahrplan ein

In der vergangenen Woche hatte die GDL den Fern-, und Nahverkehr bei der Deutschen Bahn über zwei Tage bestreikt. Die Deutsche Bahn richtete einen Notfahrplan ein, musste den größten Teil der Fahrten aber streichen. Im Güterverkehr dauerte der Streik noch einige Stunden länger. Auch der erneute Streik dürfte wieder Millionen Fahrgäste treffen, darunter viele Urlaubsreisende. In zehn Bundesländern sind noch Schulferien.

BVG fährt planmäßig

Die Berliner Verkehrsbetriebe sind von dem Bahnstreik nicht betroffen. U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse und Fähren werden in Berlin planmäßig fahren. Die BVG weist aber darauf hin, dass sich Fahrgäste vorsorglich auf vollere Fahrzeuge einstellen sollen, weil voraussichtlich auch die Berliner S-Bahn zumindest in Teilen vom Streik betroffen sein wird. Zum Ausgleich sollen, wo möglich, größtmögliche Fahrzeuge im Einsatz sein.

GDL kämpft für höhere Löhne

Die GDL kämpft unter anderem für eine bessere Bezahlung und fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Anders als die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sie in diesem Jahr keine Nullrunde bei den Gehältern akzeptieren.

Gerwerkschaft mit bisherigen Angeboten der Bahn unzufrieden

Die Deutsche Bahn hatte der GDL zwar 3,2 Prozent angeboten, die Erhöhung soll demnach jedoch später greifen als von der Gewerkschaft gefordert. Auch bei der Laufzeit des Tarifvertrags liegen die Vorstellungen beider Seiten noch deutlich auseinander.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 20. August 2021 13:40 Uhr

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