Mehr als 100 Radler auf Berlins Straßen schwer verletzt

Mehr als 100 Radler auf Berlins Straßen schwer verletzt

In den ersten vier Monaten dieses Jahres sind bei Unfällen auf Berlins Straßen 117 Radfahrende schwer verletzt worden. Das waren weniger als in den entsprechenden Vergleichszeiträumen 2020 (140) und 2019 (157), teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Als schwer verletzt gelten Menschen, die nach einem Unfall stationär in einem Krankenhaus behandelt werden müssen. Die Polizei registrierte von Januar bis Ende April 1366 Radfahrer-Unfälle. Im Vorjahr waren es in dieser Zeit 1757 solcher Unfälle (2019: 1945 Unfälle).

Blumen und ein Geisterrad an einer Unfallstelle auf der Frankfurt

© dpa

Bei einer Mahnwache nach einem tödlichen Unfall wurden Blumen an die Unfallstelle auf der Frankfurter Allee gelegt.

Durch die Pandemie habe schon im Vorjahr der Straßenverkehr abgenommen, damit sei auch die Zahl der Unfälle zurückgegangen, hieß es. 2020 wurden demnach 20 000 weniger Unfälle als noch 2019 registriert.
Dennoch wurden in diesem Jahr bei Unfällen bis zum 30. April zwei Radfahrer getötet (2020 bis April: fünf). In der Statistik noch nicht vermerkt sind zwei tödlich verletzte Radfahrerinnen, die von schweren Fahrzeugen erfasst worden waren.
Anfang Juni starb eine 38-Jährige im Krankenhaus, nachdem sie Mitte Mai im Stadtteil Prenzlauer Berg unter einem Betonmischer-Fahrzeug eingeklemmt worden war. Ende Mai wurde eine 37-Jährige auf der Frankfurter Allee von einem Sattelzug überrollt. Sie hatte laut Polizei einem auf dem Radweg parkenden Geldtransporter ausweichen wollen.
Fehlverhalten und Regelverstöße seien die häufigsten Unfallursachen, hieß es. Der Straßenverkehr könnte sicherer werden, wenn die Vorschriften stärker akzeptiert würden, so die Polizei.
Der Verein Changing Cities fordert seit längerem getrennte Wege für Fußgänger, Radler und Autofahrer. Nur so könne es für alle sicherer werden, hieß es.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 27. Juni 2021 09:51 Uhr

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