Keine Einigung: Vorerst kein 356-Euro-Ticket in Berlin

Keine Einigung: Vorerst kein 356-Euro-Ticket in Berlin

Das in der Regierungskoalition umstrittene 365-Euro-Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Berlin bleibt ein Zukunftsprojekt.

U-Bahn

© dpa

In den Maßnahmenplan für mehr Klimaschutz in der Hauptstadt, den der Senat am 08. Juni 2021 beschlossen hat, ist es nicht aufgenommen worden, wie Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) am Dienstag mitteilte. Wann es eingeführt werde, hänge auch davon ab, wie sich der ÖPNV in Berlin entwickele. Wenn man eine solche Vergünstigung einführe, müsse es auch entsprechende Kapazitäten geben. Daran werde mit Hochdruck gerabeitet, sagte Günther, stellte aber klar: «Augenblicklich liegen nach meiner Auffassung die Voraussetzungen noch nicht vor.»

Müller spricht sich für 365-Euro-Ticket aus

Das Jahres-Ticket, mit dem für einen Euro pro Tag Busse und Bahnen genutzt werden könnten, hat innerhalb der Regierungskoalition immer wieder für Diskussionen gesorgt. In der SPD gibt es viel Sympathie dafür. Nicht zuletzt der Regierende Bürgermeister Michael Müller hat sich mehrfach die Einführung ausgesprochen. Aus seiner Sicht würde ein 365-Euro-Ticket den ÖPNV in Berlin attraktiver machen.
Die SPD-Fraktion hatte schon im Januar 2020 eine Resolution verabschiedet, in der sie die Idee eines solchen Jahrestickets unterstützt. Ob die Einführung solcher Angebote dazu führt, dass deutlich mehr Menschen den ÖPNV nutzen, ist allerdings umstritten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. Juni 2021 08:28 Uhr

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