Bahngewerkschaft fürchtet Arbeitsplatzverluste bei DB Cargo

Bahngewerkschaft fürchtet Arbeitsplatzverluste bei DB Cargo

Die Bahngewerkschaft EVG fürchtet Arbeitsplatzverluste bei der Güter- und Logistiktochter der Deutschen Bahn DB Cargo. «Wir sind überrascht worden durch ein Konzept zur Zukunft der DB Cargo, das wir vor wenigen Tagen bekommen haben», sagte der EVG-vorsitzende Klaus-Dieter Hommel der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es liege dem am Freitag tagenden Aufsichtsrat vor. «Kernstück ist aus unserer Sicht eine Änderung des Geschäftsmodells», sagte Hommel. Dazu zähle, künftig verstärkt mit Subunternehmen zusammenzuarbeiten. Mittelfristig gehe das zu Lasten der Beschäftigten.

Klaus-Dieter Hommel

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Der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel.

Wenn dieser Weg beschritten würde, wäre eine Verringerung des Personals die Folge, sagte Hommel. «In welcher Größenordnung, können wir noch nicht sagen. Wir halten das für den falschen Weg.»
Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte dazu am Freitag: «Es gibt keine Pläne, Arbeitsplätze bei DB Cargo abzubauen. Vielmehr ist es unser ausdrückliches Ziel, den Güterverkehr wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Anderweitige Behauptungen sind falsch.»
Das Cargo-Geschäft steckt seit Jahren in den roten Zahlen. DB Cargo hatte im vergangenen Jahr 232 Millionen Tonnen Güter transportiert. Seit 2010, als es noch 415 Millionen Tonnen waren, geht die Menge zurück.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. August 2020 12:32 Uhr

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