Luftverkehrswirtschaft sieht offene Fragen bei Corona-Tests

Luftverkehrswirtschaft sieht offene Fragen bei Corona-Tests

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) sieht bei den an Flughäfen geplanten Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten noch einige Fragezeichen. Eine Ausweitung der Tests erfordere eine ausreichende Infrastruktur, erklärte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow am Freitag. «Hierbei sind noch eine Reihe von Umsetzungsfragen offen und bedürfen einer Klärung.»

Coronavirus-Test

© dpa

Ein Mitarbeiter hält in einem Abstrichzentrum einen Coronatest-Abstrich in der Hand.

Die neue Teststrategie müsse die Besonderheit des Luftverkehrssystems mit Drehkreuzen und Zubringerflughäfen in der Fläche berücksichtigen, machte von Randow klar. «Damit die Passagiere nicht aufgrund der Tests ihre Anschlussflüge verpassen, und auch im Hinblick auf die begrenzte Platzkapazität an den beiden Drehkreuzflughäfen, sollten die Tests nicht beim Umsteigen, sondern am Zielflughafen gemacht werden.» Die große Mehrheit der Passagiere aus Risikoländern komme an den Drehkreuzen Frankfurt und München an und fliege von dort aus in der Regel weiter.
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Freitag beschlossen, dass sich künftig alle Auslandsurlauber und andere Reisende nach der Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Für Menschen, die aus Risikogebieten mit einer hohen Corona-Infektionsrate kommen, soll das direkt an Flughäfen geschehen.
Im BDL sind Flughäfen und Airlines organisiert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 24. Juli 2020 17:29 Uhr

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