Luftqualität in Berlin schwankt trotz Corona-Einschränkungen

Luftqualität in Berlin schwankt trotz Corona-Einschränkungen

Die Corona-Krise hat an den Berliner Straßen noch nicht nachweislich zu besserer Luft geführt.

Coronavirus - Berlin

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Fast menschenleer und autofrei ist die Strasse des 17. Juni am Brandenburger Tor.

Obwohl seit Mitte März 2020 deutlich weniger Autos unterwegs sind, schwankten die Schadstoffwerte stark, wie aus Daten des Senats hervorgeht. Relativ sauber war die Luft demnach bis etwa zum 17. März, dem Tag an dem sämtliche Schulen schlossen. Dann aber stieg die Konzentration von Schadstoffen wie Feinstaub oder Stickstoffdioxid, obwohl weniger Autos fuhren. Grund ist, dass der Wind nachließ, der die Schadstoffe zuvor großflächig verteilt hatte.

Wind hat Einfluss auf Feinstaubmesswerte

Anfang vergangener Woche wurden die Werte wieder besser, wie die Umweltverwaltung mitteilte. «Die Luftgütemesswerte sind gefallen, sicherlich auch, weil deutlich weniger Verkehr war, aber vor allen Dingen wegen der zunehmenden Windgeschwindigkeit.» Der Wind war es auch, der Ende vergangener Woche an nahezu allen Messstellen die Feinstaubbelastung über die Tagesgrenzwerte steigen ließ, in dem er die Partikel in die Stadt trug.
Das hatte zur Folge, dass im März an wichtigen Messstellen wie an der Leipziger Straße in Mitte und der Silbersteinstraße in Neukölln die Feinstaubbelastung höher war als im März 2019. Um den Einfluss des Wetters herauszurechnen, brauchen die Experten Daten von mehreren Monaten, erklärte die Behörde. Erst dann werde der Einfluss der Corona-Einschränkungen sichtbar.

Beschränkungen durch Corona haben Stadtverkehr reduziert

Fest steht bisher nur, dass wegen der Kontaktbeschränkungen der Autoverkehr in der Stadt deutlich nachgelassen hat. Staus gibt es kaum noch, wie die die Verkehrs-Informationszentrale des Landes mitteilte. Auf der Leipziger Straße etwa zählte sie in der vergangenen Woche ein Drittel weniger Autos als üblich. Auf der Frankfurter Allee betrug der Rückgang ein Viertel.
Wendeten Autofahrer im morgendlichen Berufsverkehr nach Daten der Behörde 2019 rund elf Prozent ihrer Fahrleistung für Stau und zähfließenden Verkehr auf, pendelten die Werte in der vergangenen Woche etwa bei zwei bis drei Prozent.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. April 2020 09:40 Uhr

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