Polizeigewerkschaft: Dieselfahrverbote kaum kontrollierbar

Polizeigewerkschaft: Dieselfahrverbote kaum kontrollierbar

Fahrer alter Diesel haben nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei in den Fahrverbotszonen in Berlin nicht allzu viel zu befürchten.

Diselfahrverbotsschild in Berlin Mitte

© dpa

Eines der ersten Diselfahrverbotsschilder in Berin Mitte hängt an einem Pfahl an der Stromstraße.

«Der Personalkörper der Berliner Polizei gibt es nie im Leben her, dass wir alle Verbotszonen im Blick behalten und dort regelmäßig kontrollieren können», teilte die Gewerkschaft am Montag, den 2. Dezember 2019 mit. Die Fahrverbote seien unter den gegebenen Voraussetzungen nicht kontrollierbar. Die Gewerkschaft fordert eine automatisierte Kennzeichenerkennung in den betroffenen Straßenabschnitten.

Dieselverbotsschilder in Neukölln und Moabit

Der Senat hatte im Juli Dieselfahrverbote für mehrere Stellen in der Hauptstadt beschlossen, um die Stickoxidbelastung zu senken. Seit Kurzem stehen Verbotsschilder an der Silbersteinstraße und der Hermannstraße in Neukölln sowie an der Stromstraße in Moabit.

25 oder 75 Euro Bußgeld bei Verstoß

Dort sind Straßenabschnitte für Diesel-Autos und -Lastwagen bis einschließlich Abgasnorm Euro 5 tabu, um die Luftqualität zu verbessern. Wer mit seinem Auto erwischt wird, müsste nach geltender Rechtslage ein Bußgeld von 25 Euro zahlen, bei Lastwagen sind es 75 Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. Dezember 2019 12:21 Uhr

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