Namhafte Unterstützer für ITS-Mobilitätskongress

Namhafte Unterstützer für ITS-Mobilitätskongress

Knapp zwei Jahre vor Beginn des internationalen ITS-Mobilitätskongresses in Hamburg hat die Veranstaltung namhafte Unterstützung bekommen. Unter der Führung von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und VW-Strategiechef Jürgen Rittersberger ist am Montag in Berlin ein 30-köpfiges Gastgeber-Komitee zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen.

  • Peter Tschentscher sitzt auf der Regierungsbank© dpa
    Peter Tschentscher (SPD), Hamburgs Erster Bürgermeister, sitzt auf der Regierungsbank
  • Bildkombo mit vier modernen Fahrzeugen© dpa
    Die Bildkombo zeigt ein Fahrzeug des VW-Fahrdienstes Moia (oben l), ein Elektro-Shuttle der Bahn-Tochter Ioki (oben r), einen Elektro-Golf, bestückt mit Laserscannern, Kameras, Ultraschallsensoren und Radar für vollautomatisches Fahren (unten l), sowie einen autonom fahrenden Kleinbus HEAT der Hochbahn Hamburg (unten r).
Es besteht aus hochrangigen Vertretern der deutschen Automobil-, Luftfahrt- und Logistikwirtschaft, des öffentlichen Verkehrs sowie der Forschung und Verbände. Darunter sind unter anderen Bahn-Chef Richard Lutz, Conti-Vorstandsmitglied Helmut Matschi, der Hamburger Hochbahnchef Henrik Falk und Verkehrssenator Michael Westhagemann (parteilos). Sie sollen wie ein Aufsichtsgremium für den Kongress fungieren.
Beim ITS Weltkongress vom 11. bis 15. Oktober 2021 wolle Hamburg die Mobilität der Zukunft zeigen, darunter autonomes Fahren im Straßenverkehr, vernetzte Verkehrssteuerung auf Straße und Schiene und weitere digitale Dienste, «die unsere Mobilität einfacher und komfortabler machen», kündigte Tschentscher an. Das Bundesverkehrsministerium hat der Hansestadt 3,5 Millionen Euro für die Vorbereitung und die Durchführung des Weltkongresses zugesagt, zu dem mehr als 10 000 Teilnehmer erwartet werden.
Für die Präsentationen 2021 laufen in der Hansestadt bereits 70 Projekte. So sollen erstmals in Deutschland Züge der Hamburger S-Bahn hoch automatisiert unterwegs sein, kündigte Bahn-Chef Richard Lutz an. An Bord fährt ein Zugbegleiter mit, der möglichst nur im Notfall eingreifen soll. Hierfür ist die Strecke zischen dem Hauptbahnhof und dem östlichen Stadtteil Bergedorf vorgesehen. Die Bahn plant auch an 20 Bahnstationen Boxen, aus denen Kunden online bestellte Waren abholen können. Sie reduzierten so die Verstopfung der Straßen durch Lkw-Lieferdienste, resümierte Lutz.
Im Hamburger Straßenverkehr werden bereits autonom fahrende Autos und Shuttlebusse erprobt, ebenso elektrobetriebene Sammeldienst-Fahrzeuge von Moia (VW) und Ioki (Deutsche Bahn). Sie werden per Smartphone-App bestellt. Des weiteren geht es um Echtzeiterfassungen von Verkehrsströmen und um digitale Logistiklösungen für den Warenumschlag im Hafen.
Der Autohersteller VW hatte den Angaben zufolge die Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung der Veranstaltung «mit großem Engagement» unterstützt. Der Kongress sei eine gute Chance, «der Welt zu zeigen, dass Deutschland über innovative Lösungen im Bereich Transport beziehungsweise Mobilität verfügt», sagte der VW-Strategiechef. Mitveranstalter sind neben der Stadt der europäische Industrie- und Interessenverband Ertico - ITS Europe aus Brüssel sowie das Bundesverkehrsministerium.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 11. November 2019 15:01 Uhr

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