BVG-Chefin soll Bahn-Güterverkehr sanieren

BVG-Chefin soll Bahn-Güterverkehr sanieren

Die Berliner Managerin Sigrid Nikutta soll die verlustreiche Gütersparte der Deutschen Bahn sanieren. Der Aufsichtsrat berief die bisherige Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Donnerstag in den Vorstand des Bundesunternehmens, wie der Konzern am Abend mitteilte. Die 50-Jährige fängt demnach zum 1. Januar bei der Bahn an und übernimmt bei der Gütersparte DB Cargo auch operativ Verantwortung. Nikutta war 2010 von DB Cargo zur BVG gegangen, wo sie für die Busse und Bahnen der Hauptstadt verantwortlich ist. Ihre Nachfolge bei dem Landesunternehmen ist noch offen. Zuvor hatte der rbb darüber berichtet.

Deutsche Bahn

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Das Logo der Deutschen Bahn ist an der Fassade der Zentrale der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz angebracht.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass für einen Teil des Vorstandes vorgeschlagen wird, das Grundgehalt von 400 000 Euro auf 585 000 Euro im Jahr zu erhöhen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nannte dies ein falsches Signal und will das Vorhaben stoppen.
Thema im Aufsichtsrat dürfte auch ein Ultimatum Scheuers sein. Der Konzern soll seine Probleme schneller und effizienter lösen, darunter Zugverspätungen und -ausfälle sowie Personalmangel. Konzernchef Richard Lutz soll bis zum 14. November Maßnahmen präsentieren.
Eigentlicher Anlass für die Sondersitzung des Aufsichtsrats ist der geplante Verkauf der Bahn-Tochter Arriva. Sie betreibt Busse und Bahnen in 14 europäischen Ländern. Ihr Verkauf soll mehr Geld für die Eisenbahn in Deutschland bringen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. November 2019 18:30 Uhr

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