Elektromobilität kommt in Berlin nur schleppend voran

Elektromobilität kommt in Berlin nur schleppend voran

Der Ausbau der Elektromobilität kommt in Berlin weiter nur schleppend voran. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt waren zum 1. Januar dieses Jahres 5175 Elektro-Fahrzeuge auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs. Hinzu kamen 3186 Hybridfahrzeuge, vor allem solche mit Benzin- und Elektromotor, wie aus einer noch unveröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Abgeordneten Sven Kohlmeier hervorgeht. Das macht insgesamt 8361 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben - ihr Anteil am Gesamtbestand liegt damit bei 0,6 Prozent.

Sven Kohlmeier

© dpa

Der Abgeordnete Sven Kohlmeier (SPD) steht im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Wie es weiter hieß, stehen im öffentlichen Raum der Hauptstadt derzeit 425 Ladeeinrichtungen für Elektroautos zur Verfügung. 59 Prozent davon befinden sich in der Innenstadt, 41 Prozent außerhalb des S-Bahn-Rings. Kohlmeier sieht hier ein Missverhältnis und erinnerte daran, dass 70 Prozent der Berliner Bevölkerung in Außenbezirken lebten. Gerade diese seien auf eine ausreichende Ladeinfrastruktur angewiesen.
Erklärtes Ziel von Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) ist es, Autos mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren in zehn Jahren verzichtbar zu machen. «Es geht darum, die Voraussetzungen zu schaffen, dass 2030 Elektromobilität in einer möglichst großen Fläche in Berlin die ausschließliche Antriebsart ist», sagte sie im September dazu. Kohlmeier hält das für «abstrakt» und unrealistisch.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. November 2019 05:33 Uhr

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