E-Scooter-Verleiher versprechen Besserung

E-Scooter-Verleiher versprechen Besserung

Es dürfte erst einmal fast nur Touristen betreffen: E-Scooter können nicht mehr am Brandenburger Tor und am Holocaust-Mahnmal abgestellt werden. Nach der Entscheidung vom Mittwoch haben die großen Verleiher reagiert.

E-Tretroller in München

© dpa

E-Tretroller des Anbieters Circ.

Nach der angekündigten Verschärfung der Regeln für Elektro-Tretroller in Berlin will einer der Verleiher erst einmal selbst für mehr Ordnung sorgen. Bis die geplanten Parkzonen für E-Scooter eingerichtet seien, werde man mehr Personal einsetzen, «um die öffentliche Ordnung und Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu garantieren», teilte das Unternehmen Circ am Donnerstag (8. August 2019) mit. Die Mitarbeiter stellten zum Beispiel falsch geparkte E-Tretroller richtig ab und klärten Nutzer über die geltenden Regeln auf, hieß es.

Weitere Verbotszonen für E-Scooter möglich

In den Apps mehrere großer E-Tretroller-Verleihfirmen sind das Brandenburger Tor samt Pariser Platz und das Holocaust-Mahnmal inzwischen als Sperrzonen eingetragen. In diesen Bereichen können Nutzer die Ausleihe nicht beenden. Die beiden Sehenswürdigkeiten als Abstellort auszuklammern, ist eines der Ergebnisse eines Gesprächs zwischen Verkehrssenatorin, Polizeipräsidentin, mehreren Verleihfirmen und Bezirksbürgermeistern vom Mittwoch. Möglicherweise sollten noch weitere Verbotszonen festgelegt werden.

Orte mit vielen Touristen besonders betroffen

Im Bezirk Mitte sei das Abstellen auch in allen öffentlichen Grünflächen nicht mehr möglich, teilte das Bezirksamt mit. «Es bedarf jetzt eines gemeinsamen und stringenten Vorgehens von Senat, Betreibern und den Bezirken, um die positiven Verabredungen in dauerhafte Verbesserungen münden zu lassen», erklärte Mittes Bürgermeister Stephan von Dassel (Grüne). Er hatte in den vergangenen Wochen die Masse an E-Scootern und zahlreiche Verstöße der Fahrer beklagt, es habe zahlreiche Bürgerbeschwerden gegeben. Betroffen seien vor allem die Orte, die viel von Touristen besucht werden.

Abstellflächen statt Parkplätze für Autos

Für die Zukunft ist geplant, dass E-Tretroller in Berlin künftig nicht mehr auf dem Gehweg abgestellt werden - vielmehr sollen am Straßenrand eigens Flächen zum Abstellen von Leihfahrzeugen und auch privaten Rädern geschaffen werden. Dazu sollen auch Autoparkplätze umgewidmet werden. Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln wollen zum Start der E-Scooter-Saison 2020 ausreichend solche Plätze geschaffen haben. Verleiher Circ sprach mit Blick auf die neuen Abstellflächen von einer «großartigen Entwicklung».

Verleiher bieten Fahr- und Sicherheitstrainings an

Mehrere Verleiher bieten außerdem Fahr- und Sicherheitstrainings an. Ziel der Schritte ist es, die Akzeptanz für das neue Verkehrsmittel zu erhöhen. In den ersten Wochen seit der Zulassung Mitte Juni hatte es von vielen Seiten Kritik gegeben - unter anderem wegen verstellter Gehwege, wo die Roller zu Stolperfallen werden können.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. August 2019 10:20 Uhr

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