Scheuer kritisiert Umsetzung der E-Tretroller-Vorschriften

Scheuer kritisiert Umsetzung der E-Tretroller-Vorschriften

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verteidigt die Fahrerlaubnis für Elektro-Tretroller, kritisiert aber die Umsetzung in Kommunen - vor allem im rot-rot-grün regierten Berlin. «Deutschland war spät dran mit den E-Rollern - in Städten wie Barcelona, Wien, Paris sind sie längst selbstverständlich», sagte Scheuer der «Bild» (Samstag). Allerdings habe der Bund das «Fahren auf Gehwegen» verboten «und ein Bußgeld vorgesehen». «Leider wird aber etwa in der deutschen Hauptstadt zu wenig kontrolliert.»

E-Scooter im Straßenverkehr

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Ein E-Tretroller zwischen Fahrrädern und Autos im Straßenverkehr. Foto: Jens Kalaene/Archivbild

Scheuer sagte: «Jede Kommune hat dazu die Möglichkeit.» In bestimmten Zonen könnten Städte zum Beispiel auch E-Scooter ganz ausschließen. «Das wäre alles möglich. Da muss sich noch einiges zusammenruckeln.» Es stehe auch jeder Stadt frei, bestimmte Stationen aufzubauen, an denen die Scooter abgestellt werden müssen. «Berlin hat sich anders entschieden und gesagt, es ist egal, wo die stehen.»
Die neuen E-Tretroller werden einen Monat nach der gesetzlichen Erlaubnis zurzeit in mindestens 14 deutschen Städten zur Miete angeboten, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/Main, Dortmund, Düsseldorf, Münster und Erfurt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 13. Juli 2019 09:20 Uhr

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