Abgeordnete sehen Verkehrswende durch Berlkönig in Gefahr

Abgeordnete sehen Verkehrswende durch Berlkönig in Gefahr

Aus dem Abgeordnetenhaus wird Kritik an dem neuen Ridesharing-Angebot Berlkönig der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) laut. Politiker der Regierungsfraktionen von SPD, Grüne und Linke äußerten Zweifel an der Vereinbarkeit des Dienstes mit der beabsichtigten ökologischen Verkehrswende, die weniger Autoverkehr und mehr öffentlichen Nahverkehr vorsieht.

Berlkönig

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Ein Van vom Fahrservice der BVG «Berlkönig». Foto: Jens Kalaene/Archiv

Die Linke sehe das größte Problem in zusätzlichem statt weniger Autoverkehr, teilte der Linken-Abgeordnete Kristian Ronneburg mit. Zudem stünde der Dienst in direkter Konkurrenz zu Taxis, Bus, Bahn und Tram. Der Berlkönig dürfe unter keinen Umständen zu einer «Kannibalisierung» des öffentlichen Nahverkehrs führen, so der Linken-Politiker. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Harald Moritz, schloss sich der Kritik Ronneburgs an.
Ähnlich hatte sich der SPD-Abgeordnete Tino Schopf am Sonntag in der Abendschau des Rundfunk Berlin-Brandenburg geäußert und eine Verlagerung des Dienstes in die Außenbezirke gefordert. Der Berlkönig ist derzeit in östlichen Innenstadtbezirken unterwegs. Laut BVG sind die Fahrzeuge in den ersten sechs Monaten von 90 000 registrierten Nutzern für über 300 000 Fahrten gebucht worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. März 2019