Offizieller Baubeginn für Dresdner Bahn

Offizieller Baubeginn für Dresdner Bahn

Nach mehr als einem Vierteljahrhundert Streit darum hat am Dienstag (05. Februar 2019) mit dem symbolischen Spatenstich der Bau der Dresdner Bahn begonnen.

  • Dresdner Bahn© dpa
    Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutsche Bahn AG, und Enak Ferlemann (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur beim symbolischen Spatenstich an der Baustelle am Bahnübergang Wolziger Zeile zum Wiederaufbau der Dresdner Bahn.
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    Anwohner protestieren an der Baustelle zum Wiederaufbau der Dresdner Bahn im Stadtteil Lichtenrade. Die Trasse schließt als Verkehrsachse nach Südosteuropa eine Lücke im europäische Schienennetz.
Die neue Strecke soll den Verkehr zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem künftigen Hauptstadtflughafen BER beschleunigen. Auf der 16 Kilometer langen Trasse sollen von Ende 2025 an Regional- und Fernzüge in Richtung Südosten fahren.

Pofalla und Ferlemann gaben Startschuss

Ronald Pofalla, Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn, und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, verkündeten den offiziellen Start der Bauarbeiten, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Dabei setzten sie das letzte Element einer Schallschutzwand am Bahnübergang Wolziger Zeile in Berlin-Lichtenrade ein.

Schneller zum BER und nach Dresden

Vom Hauptbahnhof sollen Fahrgäste in 20 Minuten, etwa 10 Minuten schneller als über die vorhandenen Strecken zum BER gelangen. Geplant ist ein 15-Minuten-Takt. Nach Dresden geht es dann in anderthalb Stunden und damit gut eine halbe Stunde schneller als heute - vor allem, weil die Strecke für Tempo 200 ausgebaut wird, aber auch wegen des Abschnitts in Berlin.

Erfolglose Bürgerproteste in Lichtenrade

Die Strecke wird für rund 560 Millionen Euro zwischen den Bahnhöfen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde um zwei elektrifizierte Gleise erweitert. Die Bahnübergänge werden durch Brücken und Unterführungen ersetzt. Die Entscheidung, die nach dem Zweiten Weltkrieg gekappte Dresdner Bahn wieder aufzubauen, fiel 1993. Anwohner in Lichtenrade klagten gegen das Projekt und forderten wegen des Bahnlärms einen Tunnel - ohne Erfolg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Februar 2019