Vier Polizisten bei Verfolgungsjagd durch Berlin verletzt

Vier Polizisten bei Verfolgungsjagd durch Berlin verletzt

Bei einer Verfolgungsjagd durch Berlin sind vier Polizisten verletzt worden. Ein 30-Jähriger rammte mit seinem Auto in der Nacht zum Freitag zunächst einen Einsatzwagen, um einer Verkehrskontrolle in Gesundbrunnen zu entgehen. Die Beamten wollten seiner Flucht mit einer Sperrung der Stadtautobahn auf Höhe des S-Bahnhofs Bundesplatz ein Ende setzen. Doch der Fahrer und sein Beifahrer sprangen über die Begrenzungsmauer der A100 auf die S-Bahn-Gleise und rannten davon.

Blaulicht

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Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/Archiv

Den 30-Jährigen zogen die Beamten nach Polizeiangaben schließlich mit Gewalt aus einem Versteck unter einem abgestellten Anhänger in der Bundesallee in Friedenau hervor. Sie nahmen ihn vorläufig fest. Dabei wehrte sich der Mann laut Polizei heftig. Der 24 Jahre alte Beifahrer war zuvor geschnappt worden.
Drei Polizisten mussten ihren Dienst beenden, zur Art ihrer Verletzungen machte die Behörde keine Angaben. Der Festgenommene wurde im Krankenhaus behandelt, sein Führerschein und sein Auto wurden beschlagnahmt. Die Ermittlungen laufen unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, tätlichen Angriffs, gefährlicher Körperverletzung und wegen Widerstands, wie die Polizei mitteilte. Das Auto des Mannes war Polizisten in der Vergangenheit schon aufgefallen, weil der Fahrer bei Kontrollen nicht stoppte, sondern davonfuhr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. November 2018