Grüne Farbe und Poller: Berlin hat ersten geschützten Radweg

Grüne Farbe und Poller: Berlin hat ersten geschützten Radweg

Berlin kommt beim Ausbau der Radwege einen Schritt voran - auf einem ersten Abschnitt in Mitte werden Radfahrer nun mit Pollern geschützt.

  • Erster geschützter Radfahrweg offiziell eröffnet© dpa
    Ein Mann fährt mit einem Rad auf den ersten geschützten Radwegs an der Holzmarktstraße. Foto: Paul Zinken
  • Erster geschützter Radfahrweg offiziell eröffnet© dpa
    Bei dem Pressetermin zu der offiziellen Eröffnung des ersten geschützten Radwegs an der Holzmarktstraße fährt die Verkehrssenatorin Regine Günther (M) mit dem Fahrrad auf dem Radfahrstreifen.
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    Eine Fahrrad-Streife der Polizei fährt auf den ersten geschützten Radweg an der Holzmarktstraße. Der Radweg ist mit biegsamen Pollern vom Straßenverkehr getrennt.
  • Erster geschützter Radfahrweg offiziell eröffnet© dpa
    Radfahrer fahren auf den ersten geschützten Radweg an der Holzmarktstraße. Der Radweg ist mit biegsamen Pollern vom Straßenverkehr getrennt.
Der 3,50 Meter breite Streifen auf der Holzmarktstraße ist zudem grün gestrichen. Ziel sei «mehr Sicherheit für Radfahrer», teilte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) am Donnerstag mit.

Senat investiert verstärkt in Radwege

Die rot-rot-grüne Landesregierung will mehr Menschen dazu bringen, das Autos stehenzulassen. Dafür sollen Millionensummen in Radwege fließen. Biegbare Poller sollen Autos und Fahrräder auf einigen der Strecken trennen. Der erste Abschnitt ist 450 Meter lang und kostete rund 500 000 Euro.

Karl-Marx-Straße, Märkischen Allee und Hasenheide könnten folgen

«Wir wollten einmal zeigen, wie es aussehen kann», sagte ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung. «Die nächsten Abschnitte sind schon in Planung.» An der Kreuzberger Hasenheide könnten die Arbeiten noch 2018 beginnen, in der Karl-Marx-Straße in Neukölln oder der Märkischen Allee im Osten zum Beispiel dann 2019.

Kritik kommt von Changing Cities

Der Verein Changing Cities kritisierte, der neue Radwege sei dort nicht sicher, wo Autos die Radspur zum Abbiegen kreuzen müssten. Auch an Bushaltestellen müssten Radler ausweichen. Sie freuten sich, dass es mit dem Ausbau vorangehe, sagte eine Sprecherin. Bei der Planung hätten das aber anders gelöst werden müssen.

100 000 Radstellplätze sollen entstehen

Der Senat will in den kommenden Jahren auch 100 000 Radstellplätze bauen und gefährliche Kreuzungen umbauen. Der Radfahrer-Lobbyverein ADFC hatte Günther im September vorgeworfen, die Pläne zu zögerlich umzusetzen. Die Senatorin selbst hatte beklagt, die Umsetzung werde durch eine langwierige Abstimmung aller Beteiligten erschwert.
Radfahren in Berlin
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 8. November 2018