Keine Einigung im Tarifkonflikt zwischen Ryanair und Verdi

Keine Einigung im Tarifkonflikt zwischen Ryanair und Verdi

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair und die deutsche Gewerkschaft Verdi haben ihre Tarifverhandlungen für rund 1000 Flugbegleiter in Deutschland vertagt. Verdi sprach am Freitagabend von «sehr, sehr zähen Verhandlungen».

Flugzeuge von Ryanair

© dpa

Flugzeuge der irischen Airline Ryanair sind zu sehen. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Verdi verlangt von Ryanair deutlich höhere Gehälter. Außerdem dringt die Gewerkschaft darauf, dass Ryanair die Stewardessen und Stewards bei sich und nicht wie bisher überwiegend bei Verleihfirmen anstellt. Ferner sollten in Deutschland beschäftigte Mitarbeiter auch deutsche Arbeitsverträge erhalten und nicht irische, wie bislang.
Es habe in wesentlichen Punkten keine Fortschritte gegeben, teilte Verdi mit. «Wir werden jetzt mit unserer Tarifkommission den Stand der Tarifverhandlungen bewerten und die weiteren Schritte beraten», erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Beide Seiten hätten verabredet, nach internen Beratungen einen weiteren, zeitnahen Verhandlungstermin zu vereinbaren.
Um ihre Forderungen gegenüber Ryanair durchzusetzen, hatten Flugbegleiter und Piloten des Unternehmens in Deutschland am 12. und am 28. September je einen Tag lang gemeinsam gestreikt. Zahlreiche Flüge in Deutschland fielen aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. Oktober 2018