Siemens und BVG suchen Einigung im U-Bahn-Streit

Siemens und BVG suchen Einigung im U-Bahn-Streit

Im Konflikt um eine U-Bahn-Bestellung ohne die übliche europaweite Ausschreibung versuchen sich die Beteiligten aufs Neue zu einigen.

BVG

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Eine U-Bahn fährt vor dem Bahnhof Möckernbrücke am Technikmuseum vorbei. Foto: Soeren Stache/Archiv

Für Donnerstag (05. Juli 2018) war ein Treffen zwischen Vertretern von Siemens und der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) geplant, wie eine BVG-Sprecherin auf Anfrage in Berlin sagte. Die BVG hatte im vergangenen Jahr beim Siemens-Konkurrenten Stadler unter Verweis auf eine Notlage 80 neue U-Bahn-Wagen für 115 Millionen Euro bestellt. Siemens legte dagegen zunächst Beschwerde bei der Vergabekammer des Landes ein und klagte dann vor dem Berliner Kammergericht.

Siemens will Klage angeblich zurückziehen

Eine Siemens-Sprecherin sagte am Donnerstag: «Wir sind weiterhin in Gesprächen, und es ist weiterhin ein laufendes Verfahren.» Zuvor hatte der «Tagesspiegel» berichtet, Siemens wolle seine Klage zurückziehen.

BVG braucht dringend Ersatz für alte U-Bahn-Züge

Die BVG braucht die Züge nach eigener Darstellung bis 2019 als Ersatz für die alte Baureihe F79 aus dem Jahr 1979, die sie dann aus dem Betrieb nehmen müsse. Außer Stadler, das derzeit bereits Züge aus einem früheren Auftrag baut, könne das niemand so schnell. Das Kammergericht will am 16. Oktober ein weiteres Mal in dem Streit verhandeln, sofern sich BVG und Siemens nicht zuvor gütlich einigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 5. Juli 2018