Modellprojekt will Kindern Radfahren beibringen

Modellprojekt will Kindern Radfahren beibringen

Viele Eltern bringen ihren Kindern nicht das Radfahren bei - deshalb hat die Landesverkehrswacht ein Modellprojekt an Berliner Schulen vorgeschlagen.

Fahrradfahrer

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Ein vorbeifahrendes Kind auf einem Fahrrad wirft einen langen Schatten auf einen Parkweg. Foto: Monika Skolimowska/Archiv

Das Modellprojekt sieht vor, ein Fahrzeug sowie 15 oder 30 Fahrräder anzuschaffen, um damit jeden Tag an einer anderen Schule die Möglichkeit zum Radfahren-Lernen zu geben, sagte der Geschäftsführer der Landesverkehrswacht, Uwe Goetze, dem Sender Radio Berlin 88,8 am Dienstag (15. Mai 2018). Gerade in der Innenstadt sei Radfahren nicht mehr alltäglich. «Von den Schulen wird uns tatsächlich auch gemeldet, dass bis zu 50 Prozent der Kinder eines Schuljahrgangs gar nicht Radfahren können in der 4. Klasse [...]», so Goetze. Sie könnten dann auch nicht an den Radfahrprüfungen teilnehmen.

Radfahrlernprojekt könnte 150.000 Euro kosten

Er gehe von Kosten von rund 150.000 Euro für das Modellprojekt aus, sagte Goetze der Deutschen Presse-Agentur. Der Großteil seien einmalige Anschaffungskosten. Anders als bei den bestehenden mobilen Verkehrsschulen in manchen Flächenländern gehe es bei dem Vorhaben ausdrücklich darum, Kindern erst einmal die Gelegenheit zum Radfahren-Lernen zu geben. Derzeit sei allerdings noch unklar, in welchen Zuständigkeitsbereich - Verkehr oder Bildung - das Thema beim Senat falle, so Goetze weiter. Der Vorschlag sei zunächst bei der Verkehrsverwaltung eingereicht worden.
Radfahren in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 16. Mai 2018