Fernstraßen-Bundesamt bekommt Außenstelle in Stolpe

Fernstraßen-Bundesamt bekommt Außenstelle in Stolpe

Das neue Fernstraßen-Bundesamt bekommt eine Niederlassung in Stolpe (Oberhavel). Dazu werde die jetzige Dienststelle des Landesbetriebs für Straßenwesen umgewandelt, teilte Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Freitag mit. Von dort würden dann 1400 Kilometer Autobahnen in der Region betreut. In Cottbus sei zudem eine Außenstelle der Niederlassung Stolpe geplant, weitere Außenstellen in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) und in Berlin. Bei der Konferenz der Verkehrsminister in Nürnberg waren die Pläne vorgestellt worden.

Kathrin Schneider (SPD)

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Die brandenburgische Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) in der Staatskanzlei in Potsdam (Brandenburg). Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Mit der Neustrukturierung sollen auch Mitarbeiter aus dem Land zum Bund wechseln. Schneider betonte, dass der Bund zugesichert habe, dass es eine Versetzung gegen den Willen der Beschäftigten aber nicht geben solle.
Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich über die Entscheidung für Leipzig als Sitz des neuen Fernstraßen-Bundesamtes erfreut: «Damit kommt eine wichtige Bundeseinrichtung in den Osten Deutschlands. Das habe ich gemeinsam mit den anderen ostdeutschen Ländern immer gefordert.» Allerdings sei der Osten bei Bundeseinrichtungen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen weiterhin strukturell benachteiligt. Ein wichtiger Schritt wäre daher die Errichtung eines Fraunhofer-Instituts für Speichertechnologie in der Brandenburger Lausitz, betonte Woidke erneut.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 20. April 2018