Branche im Umbruch: Taxi-Sharing und autonomes Fahren

Branche im Umbruch: Taxi-Sharing und autonomes Fahren

Taxis zum Teilen könnten sich nach Brancheneinschätzung in immer mehr deutschen Städten durchsetzen und Taxifahren deutlich billiger machen.

Ein Taxi

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Ein Taxi wartet auf Fahrgäste.

«Die Nachfrage ist da», sagte der Geschäftsführer des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands, Thomas Grätz, am 19. Oktober 2016 in Berlin.

Taxi-Sharing wird in Berlin bereits angeboten

Technisch sei das System aber noch nicht ganz ausgereift. Beim Taxi-Sharing werden Fahrstrecken so gelegt, dass mehrere Kunden mit verschiedenen Zielen auf dem Weg zu- und wieder aussteigen. Die Fahrgäste teilen sich die Kosten. In einigen Städten wie Berlin arbeiten private Fahrdienste bereits so.
Der Verband geht davon aus, dass in den kommenden Jahrzehnten auch autonomes Fahren in der Taxibranche Thema wird. Vor 2030 werde sich das aber nicht in größerem Umfang durchsetzen - und in der Bevölkerung wohl auch noch nicht vertrauensvoll angenommen. 

Taxifahrer werden weiterhin gebraucht

Der Taxifahrer werde damit auch nicht überflüssig, sondern eher zu einer Servicekraft. «Wir gehen fest davon aus, dass Angebote mit Fahrer neben Angeboten ohne Fahrer parallel existieren werden», erklärte Verbandspräsident Michael Müller. «Ein selbstfahrendes Auto verstaut eben keinen Rollstuhl im Kofferraum und trägt auch keine Einkaufstüten bis zur Wohnungstür.» In dünn besiedelten Gebieten könnten die Datennetze in absehbarer Zeit zudem kaum so weit ausgebaut werden wie es für autonomes Fahren nötig sei. 
Der Verband vertritt nach eigenen Angaben rund 36 000 Unternehmen mit etwa 56 000 Taxis, die pro Tag etwa 1,3 Millionen Mal mit Fahrgästen unterwegs sind. 
Taxi in berlin
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Taxi

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. Oktober 2016 12:27 Uhr

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