Sprengsatz im Fahrkartenautomaten: Bahnhof gesperrt

Sprengsatz im Fahrkartenautomaten: Bahnhof gesperrt

Die Täter waren auf das Geld in zwei Fahrkartenautomaten aus. Bei einem funktionierte der Sprengsatz, beim anderen nicht. Am Ende mussten Profis der Bundespolizei ran - und der S-Bahn- und Regionalbahnverkehr gesperrt werden.

Blaulicht eines Polizei-Streifenwagens

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Blaulicht eines Polizei-Streifenwagens. Foto: Stefan Puchner/Archiv

Lehnitz (dpa/bb) - Wegen eines nicht gezündeten Sprengsatzes in einem Fahrkartenautomaten musste am Dienstagmorgen der S-Bahnhof Lehnitz in Oranienburg (Oberhavel) für mehrere Stunden gesperrt werden. Gegen 4.00 Uhr hatten Zeugen eine Detonation gemeldet, sagte Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord auf Anfrage. Die Täter hatten zwei Automaten auf dem Bahnsteig im Visier. Verletzt wurde niemand.
Spezialisten bemerkten, dass der vermutlich selbst gebastelte Sprengsatz in einem Fall nicht funktionierte. Der Bahnhof wurde gegen 5.00 bis kurz vor 09.00 Uhr gesperrt. Der S-Bahnverkehr der Linie S 1 sowie der Regionalbahnverkehr wurden unterbrochen. Es fuhr ein Busnotverkehr zwischen Oranienburg und Birkenwerder.
Den zweiten Sprengsatz ließen nach Polizeiangaben Profis vor Ort detonieren. Schäden am Bahnhof entstanden nicht.
Nach Angaben von Reinhardt war es in diesem Jahr im Bereich der Polizeidirektion Nord der erste Fall, bei dem Täter versuchten, einen Fahrkartenautomaten zu sprengen. Üblicherweise haben es Kriminelle auf Geldautomaten abgesehen. Dabei setzen sie meist ein Gasgemisch ein. Unklar ist bislang, was genau in Lehnitz benutzt wurde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. Oktober 2016 11:30 Uhr

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