Länder gehen gegen Lastwagen-Unfälle vor

Länder gehen gegen Lastwagen-Unfälle vor

Mit drastischen Schritten wollen die Verkehrsminister der Länder gegen Lastwagen-Unfälle auf Autobahnen vorgehen. Nach Angaben der «Saarbrücker Zeitung» (Freitag) geht das aus einer Vorlage für die Verkehrsministerkonferenz in der kommenden Woche in Stuttgart hervor, die dem Blatt vorliegt.

Olaf Lies

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Olaf Lies (SPD). Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Demnach sollen Bußgelder bei Abstandsverstößen «deutlich» erhöht werden. Künftig sollen zudem mehr «fahrfremde Tätigkeiten» sanktioniert werden, die zu einer Ablenkung führen. Als Beispiele werden in dem Papier etwa Lasterfahrer genannt, die während der Fahrt Video oder Fernsehen schauen, Kaffeekochen oder Zeitung lesen.
Hintergrund des Vorstoßes ist, dass es immer öfter zu schweren Unfällen gerade an Stauenden kommt. «Als Hauptunfallursachen gelten zu dichtes Auffahren und immer wieder Unaufmerksamkeit durch Ablenkung der Lkw-Fahrer», sagte der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) der Zeitung. Niedersachsen ist federführend bei dem Vorstoß.
Geplant ist dem Bericht zufolge auch eine Einbaupflicht von Abstandswarnern in schweren Nutzfahrzeugen, die es laut niedersächsischem Verkehrsministerium noch nicht gibt. Für die bereits vorgeschriebenen Notbremsassistenten soll zudem eine verbindliche Nutzungspflicht eingeführt werden.
Wer den Assistenten abschaltet, muss dann Strafe zahlen. Zukünftig sollen zudem Systeme vorgeschrieben werden, die nicht nur fahrende Hindernisse, sondern auch stehende erkennen können.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 30. September 2016 09:50 Uhr

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