Kooperationsvertrag für Berufsorientierung unterschrieben
Die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) stärkt zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zum Projekt BOOM („Berufsorientierung organisiert und modular“) die Berufsorientierung an Schulen. Ziel des Projekts ist es, Berufsorientierung systematisch und nachhaltig in der Schulentwicklung zu verankern. Die IHK stellt dafür speziell qualifizierte Manager/-innen zur Berufsorientierung bereit, die ausgewählte Schulen für einen definierten Zeitraum begleiten. Sie unterstützen bei der Entwicklung passgenauer Konzepte, fördern Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft und helfen, wirkungsorientierte Prozesse sowie digitale Tools für Evaluation und Qualitätssicherung zu etablieren. Nach der Kooperationsvereinbarung zur Begleitung des 11. Pflichtschuljahres ist dies bereits die zweite Zusammenarbeit mit der Handelskammer.
GEW Berlin fordert Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte
Laut einer eingeschränkt repräsentativen Studie der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften der Georg-August-Universität Göttingen im Auftrag der GEW Berlin arbeiten Berliner Lehrkräfte im empirischen Mittel rund 100 Stunden mehr pro Jahr als Beamt/-innen und Angestellte mit einer 40-Stunden-Woche. Insgesamt leisten demnach 64 % der Lehrkräfte Mehrarbeit, besonders betroffen sind neben Schulleitungen und Gymnasiallehrkräften auch Teilzeitkräfte. Die GEW Berlin forderte angesichts der Ergebnisse den Einstieg in eine geregelte Arbeitszeiterfassung. Dem Thema gegenüber hat sich Senatorin Katharina Günther-Wünsch in der Vergangenheit bereits offen gezeigt und ist in einen ersten Meinungsaustausch mit der GEW Berlin getreten. Darüber hinaus arbeitet die Senatsverwaltung für
Bildung, Jugend und Familie kontinuierlich an besseren Rahmenbedingungen für die Berliner Lehrkräfte. Mit der Einführung von Verwaltungsleitungen, IT-Support, dem Wegfall der MSA-Prüfungen an Gymnasien sowie der Bildung multiprofessioneller Teams durch Umwandlung freier Lehrkräfte-Stellen treten Entlastungen ein. Der Ruf nach kleineren Klassen ist angesichts des bundesweiten Fachkräftemangels leider nicht realistisch. Es müssten Tausende Lehrkräfte zusätzlich eingestellt werden, die auf dem Arbeitsmarkt derzeit nicht verfügbar sind.
Lehrkräfteumfrage zur Inklusion an Schulen
Laut einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) steht die Inklusion an Schulen vor großen Herausforderungen. 69 % der befragten Lehrkräfte gaben an, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung prinzipiell für sinnvoll zu halten, was einem Plus von 6 % im Vergleich zu vor fünf Jahren entspricht, allerdings halten nur 28 % die Umsetzung im derzeitigen Schulalltag tatsächlich für praktikabel. Als Gründe werden neben Personalmangel und einer unzureichenden Ausbildung in diesem Zusammenhang zu große Klassen und nicht barrierefreie Gebäude genannt. In Berlin ist die Ausstattung der Schulen mit multiprofessionellen Teams laut Selbstauskunft der Lehrkräfte deutlich besser (63 %) als im bundesweiten Mittel (45 %). Berlin ist auch Vorreiter, was den fachlichen Austausch betrifft. Insgesamt steht Berlin an der Spitze, wenn es um die Zufriedenheit der Lehrkräfte mit der Inklusionspolitik der jeweiligen Landesregierung geht (48 %),
zehn Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.
Technisches Jahr für junge Frauen
Während des Technischen Jahres absolvieren Teilnehmerinnen vier verschiedene 3-monatige Praktika in unterschiedlichen Branchen und lernen so Unternehmen und Institutionen aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg kennen. Wie bei einem Freiwilligen Jahr werden monatlich 400 Euro gezahlt. Das Technische Jahr richtet sich an junge Frauen mit Interesse an Technik und beginnt jährlich am 1. September. Bewerbungen sind jederzeit möglich, bei unbesetzten Plätzen ist ein Einstieg auch noch im Dezember, März und Juni möglich.
Kurzfilme informieren über Berliner Familienportal und ElternMail Berlin
Wer wissen möchte, welche Vorteile die medialen Angeboten des Berliner Familienportals und der ElternMail Berlin für Familien bieten, der kann sich jetzt durch zwei anschauliche Kurzfilme informieren. Mit den beiden Videos stellt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Informationen rund um Elternschaft, Kinder und Familie – von A wie Anträge bis Z wie Zahnspange – bereit. Veranstaltungstipps, Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten und Services rund um Familienleistungen runden das Angebot ab. Eltern erhalten durch die ElternMail wichtige Infos, praktische Tipps und passende Unterstützungsangebote zu jeder Entwicklungsphase ihres Kindes und rund um den Familienalltag. Nach einer Anmeldung erhalten Eltern die für sie passende Ausgabe per E-Mail.
#TraumberufKlima: Aktionsbündnis für Klimaberufe wirbt erfolgreich auf der TINCON 2025
Unter dem Motto #TraumberufKlima präsentierte sich das Aktionsbündnis für Klimaberufe vom 26. bis 28. Mai 2025 auf der diesjährigen TINCON Berlin – der Konferenz für digitale Jugendkultur. Das Ziel: Junge Menschen für Ausbildungsberufe im Klimaschutz begeistern, Berufe mit Zukunft zeigen – und direkt mit potenziellen Nachwuchskräften ins Gespräch kommen. Mit Virtual Reality Tools und interaktiven Online-Angeboten erhielten zahlreiche interessierte Besucher/-innen Einblicke in die große Bandbreite von Ausbildungswegen und Berufen im Klimahandwerk und konnten sich live vor Ort beraten lassen.
FEZ unter Denkmalschutz gestellt
Das Landesdenkmalamt Berlin hat das Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ-Berlin, ehemals Pionierpalast „Ernst Thälmann“) in der Wuhlheide in Treptow-Köpenick unter Denkmalschutz gestellt. Diese Entscheidung würdigt die architektonische und historische Bedeutung des Gebäudekomplexes, der ein einzigartiges Zeugnis der DDR-Geschichte darstellt. Seit 1995 ist das FEZ-Berlin gemeinsam mit der Landesmusikakademie Berlin eine hundertprozentige Tochter des Landes Berlin. Heute ist das FEZ das größte gemeinnützige Kinder-, Jugend- und Familienzentrum in Europa. Mit einer 13.000 m² Indoor- und 175.000 m² Outdoor-Fläche bietet es ein breites Bildungs- und Kulturprogramm für alle Generationen.
Studie zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend
Knapp 13 % der Teilnehmenden haben in einer auf Repräsentativität ausgelegten Umfrage in Deutschland von sexualisierter Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend berichtet. Frauen waren etwa viermal so häufig betroffen wie Männer. Das schreibt ein Forschungsteam um Harald Dreßing vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Trotz wachsender gesellschaftlicher Aufmerksamkeit haben der Studie zufolge mehr als ein Drittel (37,4 %) der Betroffenen bis zur Befragung mit niemandem über das Erlebte gesprochen. Die Gründe seien oft Scham, Schuldgefühle, Angst, dass einem nicht geglaubt werde, aber auch fehlendes Wissen über bestehende Hilfsangebote. Für die Studie waren rund 3.000 Personen zwischen 18 und 59 Jahren befragt worden.
Erweiterter Mutterschutz für Frauen mit Fehlgeburten
Seit dem 1. Juni 2025 gelten gestaffelte Mutterschutzfristen bei einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche (SSW): Bei einer Fehlgeburt ab der 13. SSW beträgt die Schutzfrist bis zu zwei Wochen, bei einer Fehlgeburt ab der 17. SSW sechs Wochen und bei einer Fehlgeburt ab der 20. SSW acht Wochen. Die konkrete Ausgestaltung der Regelung soll es betroffenen Frauen ermöglichen, selbstbestimmt zu entscheiden, ob sie eine Schutzfrist in Anspruch nehmen. Bislang brauchten betroffene Frauen nach Fehlgeburten eine Krankschreibung, der Mutterschutz griff erst ab der 24. Schwangerschaftswoche oder wenn das Kind mehr als 500 Gramm wog.
„Dein Bezirk. Deine Meinung“ – Befragung von Kindern und Jugendlichen in Neukölln
In einer groß angelegten Studie haben das Kinder- und Jugendbüro Neukölln zusammen mit dem Verein Demokratie und Dialog fast 800 Kinder und Jugendliche zum Leben in Neukölln befragt. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass sich eine Mehrheit in ihren Wohnorten zwar wohlfühlt, die Wahrnehmung von Sauberkeit und das eigene Sicherheitsgefühl aber zentrale Kritikpunkte darstellen. Die Befragten wünschen sich zudem eine bessere Ausstattung von Parkanlagen und Jugendfreizeiteinrichtungen, die für sie wichtige Treffpunkte darstellen. Rund 28 % berichten zudem von Diskriminierungserfahrungen, sowohl an der eigenen Schule als auch im öffentlichen Raum.
Jugendengagementpreis Friedrichshain-Kreuzberg 2025
Mit dem Jugendengagementpreis werden Jugendliche, junge Erwachsene und Jugendgruppen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise im Bezirk für ihre Mitmenschen einsetzen und so das Miteinander und Zusammenleben in Friedrichshain-Kreuzberg bereichern und verbessern. Bis zum 31. August können Personen und Personengruppen vorgeschlagen werden, die sich durch ihr gesellschaftliches Engagement besonders hervorgetan haben. Eine Jury aus Mitgliedern des Bezirksamtes, der Bezirksverordnetenversammlung und des Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüros wählt aus den eingereichten Vorschlägen die Sieger des Jugendengagementpreises aus, der am 11. November 2025 verliehen wird.
Berliner Kindertagespflege-Preis 2025
Die Koordinierungsstelle für Qualität und Unterstützung (KoQU) verleiht im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zum zweiten Mal den Berliner Kindertagespflege-Preis. Berliner Kindertagespflegepersonen können sich bis zum 15. Juli 2025 mit ihrer Kindertagespflegestelle (Einzel- oder Verbundpflegestelle) in einer von drei Qualitätskategorien (Übergänge gestalten, Spiel begleiten, Beobachtung und Dokumentation) bewerben. Im Anschluss an die Bewerbungsphase finden Hospitationen statt, um die Gewinner/-innen zu ermitteln. Die Sieger/-innen erwarten Geldpreise in Höhe von jeweils 2.500 Euro.
B@S Videochallenge
Der Videowettbewerb von business@school, der Bildungsinitiative der Boston Consulting Group (BCG), verbindet Wirtschafts- und Digitalkenntnisse miteinander. Schüler/-innen aller Schulformen zwischen 14 und 20 Jahren wählen eines von vier Unternehmen (Mammut, Vorwerk, KION Group, Lufthansa help alliance) aus und analysieren es anhand von vier Fragen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in einem vierminütigen Video. Alle Teilnehmer/-innen erhalten ein Zertifikat, die besten Videos werden zudem mit außergewöhnlichen Erlebnispreisen prämiert. Die Teilnahme ist zeitlich flexibel im regulären Unterricht oder auch unabhängig von der Schule möglich. Durch eine vorhandene Online-Plattform inklusive Arbeitsplan und Unterrichtsmaterialien bleibt der Arbeitsaufwand für Lehrkräfte gering. Einsendeschluss ist der 1. Oktober 2025.