19/2025 | Lernortkooperationen in der digitalen Welt – BER-LOK 4.0 erfolgreich abgeschlossen

Drei junge Frauen im Gespräch

6. Juni 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

das Projekt BER-LOK 4.0 entwickelte die Zusammenarbeit zwischen beruflichen Schulen und ihren Ausbildungsbetrieben in der digitalen Lern- und Arbeitswelt gezielt weiter. Zum Projektabschluss geben wir einen Überblick zu umgesetzten Maßnahmen und Erkenntnissen.

Außerdem blicken wir zurück auf die Digitalmesse re:publica, auf der es u.a. auch spannende Diskussionen und Talks zu den Themen Bildung, Jugend und Familie gab. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre.
Ihre Newsletter-Redaktion

Lernortkooperationen in der digitalen Welt – BER-LOK 4.0 erfolgreich abgeschlossen

Auszubildende erwerben ihre beruflichen Handlungskompetenzen an zwei wichtigen Lernorten: an den beruflichen Schulen bzw. Oberstufenzentren (OSZ) und an den Ausbildungsbetrieben. Mit dem Projekt BER-LOK 4.0 wurde die Zusammenarbeit dieser beiden Lernorte in der digitalen Lern- und Arbeitswelt gezielt weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt des Projekts stand mit der sogenannten Lernortkooperation (LOK) die Zusammenarbeit von an der beruflichen Bildung beteiligten Institutionen. BER-LOK 4.0 versteht Lernortkooperation als zentrale Säule für Qualität in der beruflichen Bildung und als notwendige Voraussetzung dafür, die beruflichen Handlungskompetenzen von Lernenden sowie deren Bildungs- und Karriereweg bestmöglich zu fördern. Im Rahmen des Projekts wurde deshalb zwischen 2022 und 2025 die Zusammenarbeit zwischen beruflichen Schulen/OSZ und ihren Ausbildungsbetrieben in der digitalen Lern- und Arbeitswelt weiterentwickelt.

Erklärtes Ziel von BER-LOK 4.0 war es, die Qualität und Attraktivität der Berufsausbildung weiterzuentwickeln sowie die Abbruchquoten zu verringern. Zu diesem Zweck wurden diverse Maßnahmen umgesetzt. So wurden etwa Nutzungskonzepte und Empfehlungen für den Einsatz digitaler Kommunikations- und Informationssysteme in der Lernortkooperation entwickelt, Handreichungen zum Kompetenzerwerb im Bereich digitaler Arbeits- und Geschäftsprozesse erstellt und die Beratungs- und Unterstützungssysteme für Lernende besser vernetzt, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern.

Aus den verschiedenen Einzelprojekten entstanden u.a. Informationen für Unternehmen zu Betriebspraktika und Beratungs-/Unterstützungsstrukturen, Instrumente, um die Kooperationsbedarfe von Betrieben und beruflichen Schulen/OSZ zu erfassen, gemeinsame Lernaufgaben, die digitale Kompetenzen fördern und die Praxis reflektieren, sowie digitale und hybride Veranstaltungskonzepte, um den Austausch zwischen Ausbildenden in den Betrieben und Lehrkräften der beruflichen Schulen/OSZ zu fördern.

Zu den weiteren Projektergebnissen zählen auch Good-Practice-Beispiele wie das „Papierlose Klassenzimmer“ des OSZ Kraftfahrzeugtechnik Berlin oder das Konzept „connect2company“ des OSZ Informationstechnik und Medizintechnik, das neben Firmenexkursionen für Lehrkräfte auch die gemeinsame Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien mit Unternehmen forciert.

Der Projektabschluss wurde im Mai mit einer großen Abschlussveranstaltung in der Aula der Max-Taut-Schule (OSZ Gebäude Umwelt Technik) in Anwesenheit von Senatorin Katharina Günther Wünsch gefeiert.

BER-LOK 4.0 ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und wurde von der Humboldt-Universität zu Berlin wissenschaftlich begleitet. Es ist Teil des Masterplans Industriestadt Berlin.

Bildung, Jugend und Familie als Themen auf der re:publica 2025

Vom 26. bis 28. Mai 2025 fand in Berlin mit der re:publica Europas größte Konferenz für Digitalisierung statt. Unter dem Motto „Generation XYZ“ sprachen Vertreter/-innen aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen, NGOs und Medien über aktuelle Entwicklungen und Trends im digitalen Raum.

Digitalisierung ist allgegenwärtig. Sie betrifft nahezu alle Lebens- und Arbeitsbereiche, eröffnet Chancen und Potenziale, birgt aber auch Risiken. Müssen wir Kinder und Jugendliche als Digital Natives vor sozialen Medien schützen? Ist der Einsatz von KI im Unterricht berechtigt? Und was sagt die Beliebtheit von Family Influencing nicht nur über die Entwicklung von Kindern, sondern auch über uns als Gesellschaft aus? Über diese und weitere Fragen wurde über drei Tage hinweg auf der Digitalmesse re:publica gesprochen und diskutiert. Viele der Vorträge, Panels und Podiumsdiskussionen sind über Youtube abrufbar, wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.

Digitale Kompetenzen spielen in einer von Plattformen und Medien geprägten Welt eine immer entscheidendere Rolle. In der Paneldiskussion „Digitale Kompetenz – Bildung, Plattformen und gesellschaftliche Verantwortung“ wurde über die Verantwortung für Bildung, Faktenvermittlung und historische Aufklärung im Netz in Zeiten sozialer Plattformen diskutiert. Darauf aufbauend widmete sich die Podiumsdiskussion „Warum digitale Bildung unsere gemeinsame Aufgabe ist“ der Frage, ob die Vermittlung solcher digitaler Kompetenzen allein Aufgabe von Schulen sein kann oder sollte. Gemeinsam erörtern die Panelgäste welche Rolle Zivilgesellschaft, Lehrkräfte, aber auch Unternehmen beispielsweise durch Corporate Volunteering spielen können, um Kinder und Jugendliche in ihrer Medienkompetenz zu stärken. Analog dazu geht es in der Paneldiskussion „Finanzielle Bildung: Der Schlüssel zur finanziellen Freiheit?“ um die Frage nach einer besseren finanziellen Bildung junger Menschen und wie auch Akteure außerhalb des Bildungssystems eine unterstützende Rolle einnehmen können.

Konkret und schonungslos ehrlich berichtet Bob Blume, Oberstudienrat aus Bühl, in seinem Talk „404: Bildung not found – Wie Lernen wieder berühren kann“ von seinen Erfahrungen aus dem Schulalltag und stellt die Frage, wie wir Bildung als Chance neu denken können, um Schüler/-innen besser zu erreichen. Im Vortrag „Jugend hackt: Bildung – oder wie ich lernte, die Tastatur zu lieben“ beleuchtet die Projektleitung von Jugend hackt dann die Schüler/-innenperspektive: Auf Grundlage durchgeführter Konferenzen mit Jugendlichen berichtet sie, welche Erfahrungen junge Menschen in unserem Bildungssystem machen, welche Herausforderungen ihnen begegnen und wie sie sich eine zeitgemäße Bildung vorstellen. Passend zum Thema stellt der Vortrag „Wie eine Beteiligungsplattform politische Teilhabe junger Menschen vereinfachen kann“ Möglichkeiten einer Informationsplattform über Beteiligungsangebote für junge Menschen vor.

Die vielleicht meist diskutierte Entwicklung im digitalen Raum ist derzeit Künstliche Intelligenz. Speziell für Lehrkräfte ging es im Vortrag „KI ist nicht neutral – du kannst das ändern“ um gutes Prompting und die Frage, wie KI-Tools im Unterricht oder für Fortbildungen effektiv und zugleich kritisch genutzt werden können. Mit den Talks „KI im Klassenzimmer – Chancen und Herausforderungen für inklusive Bildung“ und „KI in der Leseförderung“ wurde der Fokus anschließend auf spezielle Anwendungsfälle aus dem Schulalltag gelegt.

Dass soziale Medien längst kein unpolitischer Raum mehr sind, ist auch auf der re:publica nicht unerwähnt geblieben: In der Podiumsdiskussion „Zwischen Mahnmal und Meme: Die NS-Vergangenheit im Social Media Zeitalter“ diskutieren die Gäste über die Art und Weise, wie die nationalsozialistische Vergangenheit in den sozialen Medien zum Thema gemacht wird und beleuchten, was wir digitalen Formen des Geschichtsrevisionismus entgegensetzen können. Der Talk „Wie rechte Parteien junge Menschen über Social Media erreichen“ illustriert, wie die AfD junge Wähler/-innen in den sozialen Medien anspricht und erörtert, mit welchen Strategien man faktenbasiert gegensteuern kann. Um Kinder und Jugendliche vor schädlichen Inhalten im Internet zu schützen, gelten Altersverifikationssysteme oft als das Mittel der Wahl. Der Vortrag „Du kommst hier nicht rein: Altersverifikation im Netz“ stellt Leitprinzipien in diesem Zusammenhang vor und beleuchtet, welchen Beitrag Altersverifikation für ein kindgerechtes Internet leisten kann.

Zwei Talks, die sich mit aktuellen Debatten rund um (potenziell) gefährliche Phänomene im digitalen Raum befassen sind die Podiumsdiskussion „Family Influencing: Feel-Good-Content oder Kindeswohlgefährdung?“ sowie der Vortrag „Pixel, Panik, Politik: Was wir aus der „Killerspieldebatte“ lernen können“. Während ersterer Postings von Family Influencern unter kinderschutzrechtlichen und ethischen Fragestellungen betrachtet, analysiert letzterer die rund um Videospiele entbrannte Killerspieldebatte aus heutiger Sicht und stellt Bezüge zu aktuellen Diskussionen her.

Die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch sprach in der Podiumsdiskussion „Well-being im digitalen Raum: Sind wir auf dem richtigen Weg?“ über psychische Gesundheit junger Menschen auf digitalen Plattformen. Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien, stellte sich im direkten Gespräch „Kontroverse in der Mitte?! Wie kann gesellschaftlicher Dialog gelingen?“ Fragen der Moderation sowie des Publikums.

Für alle auch anderweitig Interessierten finden sich auf dem Youtube-Kanal der re:publica zahlreiche weitere Aufzeichnungen, die laufend erweitert werden.

Kurznachrichten

Kooperationsvertrag für Berufsorientierung unterschrieben
Die Berliner Industrie- und Handelskammer (IHK) stärkt zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zum Projekt BOOM („Berufsorientierung organisiert und modular“) die Berufsorientierung an Schulen. Ziel des Projekts ist es, Berufsorientierung systematisch und nachhaltig in der Schulentwicklung zu verankern. Die IHK stellt dafür speziell qualifizierte Manager/-innen zur Berufsorientierung bereit, die ausgewählte Schulen für einen definierten Zeitraum begleiten. Sie unterstützen bei der Entwicklung passgenauer Konzepte, fördern Kooperationen mit der regionalen Wirtschaft und helfen, wirkungsorientierte Prozesse sowie digitale Tools für Evaluation und Qualitätssicherung zu etablieren. Nach der Kooperationsvereinbarung zur Begleitung des 11. Pflichtschuljahres ist dies bereits die zweite Zusammenarbeit mit der Handelskammer.

GEW Berlin fordert Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte
Laut einer eingeschränkt repräsentativen Studie der Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften der Georg-August-Universität Göttingen im Auftrag der GEW Berlin arbeiten Berliner Lehrkräfte im empirischen Mittel rund 100 Stunden mehr pro Jahr als Beamt/-innen und Angestellte mit einer 40-Stunden-Woche. Insgesamt leisten demnach 64 % der Lehrkräfte Mehrarbeit, besonders betroffen sind neben Schulleitungen und Gymnasiallehrkräften auch Teilzeitkräfte. Die GEW Berlin forderte angesichts der Ergebnisse den Einstieg in eine geregelte Arbeitszeiterfassung. Dem Thema gegenüber hat sich Senatorin Katharina Günther-Wünsch in der Vergangenheit bereits offen gezeigt und ist in einen ersten Meinungsaustausch mit der GEW Berlin getreten. Darüber hinaus arbeitet die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie kontinuierlich an besseren Rahmenbedingungen für die Berliner Lehrkräfte. Mit der Einführung von Verwaltungsleitungen, IT-Support, dem Wegfall der MSA-Prüfungen an Gymnasien sowie der Bildung multiprofessioneller Teams durch Umwandlung freier Lehrkräfte-Stellen treten Entlastungen ein. Der Ruf nach kleineren Klassen ist angesichts des bundesweiten Fachkräftemangels leider nicht realistisch. Es müssten Tausende Lehrkräfte zusätzlich eingestellt werden, die auf dem Arbeitsmarkt derzeit nicht verfügbar sind.

Lehrkräfteumfrage zur Inklusion an Schulen
Laut einer aktuellen repräsentativen Forsa-Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) steht die Inklusion an Schulen vor großen Herausforderungen. 69 % der befragten Lehrkräfte gaben an, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung prinzipiell für sinnvoll zu halten, was einem Plus von 6 % im Vergleich zu vor fünf Jahren entspricht, allerdings halten nur 28 % die Umsetzung im derzeitigen Schulalltag tatsächlich für praktikabel. Als Gründe werden neben Personalmangel und einer unzureichenden Ausbildung in diesem Zusammenhang zu große Klassen und nicht barrierefreie Gebäude genannt. In Berlin ist die Ausstattung der Schulen mit multiprofessionellen Teams laut Selbstauskunft der Lehrkräfte deutlich besser (63 %) als im bundesweiten Mittel (45 %). Berlin ist auch Vorreiter, was den fachlichen Austausch betrifft. Insgesamt steht Berlin an der Spitze, wenn es um die Zufriedenheit der Lehrkräfte mit der Inklusionspolitik der jeweiligen Landesregierung geht (48 %), zehn Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

Technisches Jahr für junge Frauen
Während des Technischen Jahres absolvieren Teilnehmerinnen vier verschiedene 3-monatige Praktika in unterschiedlichen Branchen und lernen so Unternehmen und Institutionen aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg kennen. Wie bei einem Freiwilligen Jahr werden monatlich 400 Euro gezahlt. Das Technische Jahr richtet sich an junge Frauen mit Interesse an Technik und beginnt jährlich am 1. September. Bewerbungen sind jederzeit möglich, bei unbesetzten Plätzen ist ein Einstieg auch noch im Dezember, März und Juni möglich.

Kurzfilme informieren über Berliner Familienportal und ElternMail Berlin
Wer wissen möchte, welche Vorteile die medialen Angeboten des Berliner Familienportals und der ElternMail Berlin für Familien bieten, der kann sich jetzt durch zwei anschauliche Kurzfilme informieren. Mit den beiden Videos stellt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Informationen rund um Elternschaft, Kinder und Familie – von A wie Anträge bis Z wie Zahnspange – bereit. Veranstaltungstipps, Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten und Services rund um Familienleistungen runden das Angebot ab. Eltern erhalten durch die ElternMail wichtige Infos, praktische Tipps und passende Unterstützungsangebote zu jeder Entwicklungsphase ihres Kindes und rund um den Familienalltag. Nach einer Anmeldung erhalten Eltern die für sie passende Ausgabe per E-Mail.

#TraumberufKlima: Aktionsbündnis für Klimaberufe wirbt erfolgreich auf der TINCON 2025
Unter dem Motto #TraumberufKlima präsentierte sich das Aktionsbündnis für Klimaberufe vom 26. bis 28. Mai 2025 auf der diesjährigen TINCON Berlin – der Konferenz für digitale Jugendkultur. Das Ziel: Junge Menschen für Ausbildungsberufe im Klimaschutz begeistern, Berufe mit Zukunft zeigen – und direkt mit potenziellen Nachwuchskräften ins Gespräch kommen. Mit Virtual Reality Tools und interaktiven Online-Angeboten erhielten zahlreiche interessierte Besucher/-innen Einblicke in die große Bandbreite von Ausbildungswegen und Berufen im Klimahandwerk und konnten sich live vor Ort beraten lassen.

FEZ unter Denkmalschutz gestellt
Das Landesdenkmalamt Berlin hat das Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ-Berlin, ehemals Pionierpalast „Ernst Thälmann“) in der Wuhlheide in Treptow-Köpenick unter Denkmalschutz gestellt. Diese Entscheidung würdigt die architektonische und historische Bedeutung des Gebäudekomplexes, der ein einzigartiges Zeugnis der DDR-Geschichte darstellt. Seit 1995 ist das FEZ-Berlin gemeinsam mit der Landesmusikakademie Berlin eine hundertprozentige Tochter des Landes Berlin. Heute ist das FEZ das größte gemeinnützige Kinder-, Jugend- und Familienzentrum in Europa. Mit einer 13.000 m² Indoor- und 175.000 m² Outdoor-Fläche bietet es ein breites Bildungs- und Kulturprogramm für alle Generationen.

Studie zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend
Knapp 13 % der Teilnehmenden haben in einer auf Repräsentativität ausgelegten Umfrage in Deutschland von sexualisierter Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend berichtet. Frauen waren etwa viermal so häufig betroffen wie Männer. Das schreibt ein Forschungsteam um Harald Dreßing vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Trotz wachsender gesellschaftlicher Aufmerksamkeit haben der Studie zufolge mehr als ein Drittel (37,4 %) der Betroffenen bis zur Befragung mit niemandem über das Erlebte gesprochen. Die Gründe seien oft Scham, Schuldgefühle, Angst, dass einem nicht geglaubt werde, aber auch fehlendes Wissen über bestehende Hilfsangebote. Für die Studie waren rund 3.000 Personen zwischen 18 und 59 Jahren befragt worden.

Erweiterter Mutterschutz für Frauen mit Fehlgeburten
Seit dem 1. Juni 2025 gelten gestaffelte Mutterschutzfristen bei einer Fehlgeburt ab der 13. Schwangerschaftswoche (SSW): Bei einer Fehlgeburt ab der 13. SSW beträgt die Schutzfrist bis zu zwei Wochen, bei einer Fehlgeburt ab der 17. SSW sechs Wochen und bei einer Fehlgeburt ab der 20. SSW acht Wochen. Die konkrete Ausgestaltung der Regelung soll es betroffenen Frauen ermöglichen, selbstbestimmt zu entscheiden, ob sie eine Schutzfrist in Anspruch nehmen. Bislang brauchten betroffene Frauen nach Fehlgeburten eine Krankschreibung, der Mutterschutz griff erst ab der 24. Schwangerschaftswoche oder wenn das Kind mehr als 500 Gramm wog.

„Dein Bezirk. Deine Meinung“ – Befragung von Kindern und Jugendlichen in Neukölln
In einer groß angelegten Studie haben das Kinder- und Jugendbüro Neukölln zusammen mit dem Verein Demokratie und Dialog fast 800 Kinder und Jugendliche zum Leben in Neukölln befragt. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse legen nahe, dass sich eine Mehrheit in ihren Wohnorten zwar wohlfühlt, die Wahrnehmung von Sauberkeit und das eigene Sicherheitsgefühl aber zentrale Kritikpunkte darstellen. Die Befragten wünschen sich zudem eine bessere Ausstattung von Parkanlagen und Jugendfreizeiteinrichtungen, die für sie wichtige Treffpunkte darstellen. Rund 28 % berichten zudem von Diskriminierungserfahrungen, sowohl an der eigenen Schule als auch im öffentlichen Raum.

Jugendengagementpreis Friedrichshain-Kreuzberg 2025
Mit dem Jugendengagementpreis werden Jugendliche, junge Erwachsene und Jugendgruppen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise im Bezirk für ihre Mitmenschen einsetzen und so das Miteinander und Zusammenleben in Friedrichshain-Kreuzberg bereichern und verbessern. Bis zum 31. August können Personen und Personengruppen vorgeschlagen werden, die sich durch ihr gesellschaftliches Engagement besonders hervorgetan haben. Eine Jury aus Mitgliedern des Bezirksamtes, der Bezirksverordnetenversammlung und des Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüros wählt aus den eingereichten Vorschlägen die Sieger des Jugendengagementpreises aus, der am 11. November 2025 verliehen wird.

Berliner Kindertagespflege-Preis 2025
Die Koordinierungsstelle für Qualität und Unterstützung (KoQU) verleiht im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zum zweiten Mal den Berliner Kindertagespflege-Preis. Berliner Kindertagespflegepersonen können sich bis zum 15. Juli 2025 mit ihrer Kindertagespflegestelle (Einzel- oder Verbundpflegestelle) in einer von drei Qualitätskategorien (Übergänge gestalten, Spiel begleiten, Beobachtung und Dokumentation) bewerben. Im Anschluss an die Bewerbungsphase finden Hospitationen statt, um die Gewinner/-innen zu ermitteln. Die Sieger/-innen erwarten Geldpreise in Höhe von jeweils 2.500 Euro.

B@S Videochallenge
Der Videowettbewerb von business@school, der Bildungsinitiative der Boston Consulting Group (BCG), verbindet Wirtschafts- und Digitalkenntnisse miteinander. Schüler/-innen aller Schulformen zwischen 14 und 20 Jahren wählen eines von vier Unternehmen (Mammut, Vorwerk, KION Group, Lufthansa help alliance) aus und analysieren es anhand von vier Fragen. Ihre Ergebnisse präsentieren sie in einem vierminütigen Video. Alle Teilnehmer/-innen erhalten ein Zertifikat, die besten Videos werden zudem mit außergewöhnlichen Erlebnispreisen prämiert. Die Teilnahme ist zeitlich flexibel im regulären Unterricht oder auch unabhängig von der Schule möglich. Durch eine vorhandene Online-Plattform inklusive Arbeitsplan und Unterrichtsmaterialien bleibt der Arbeitsaufwand für Lehrkräfte gering. Einsendeschluss ist der 1. Oktober 2025.

Termine

7. Juni, ab 11.30 Uhr: Kinderkarneval der Kulturen 2025 Zum 29. Mal findet am Pfingstsamstag der Berliner Kinderkarneval der Kulturen statt. In diesem Jahr setzt sich der Kinderkarneval unter dem Motto „Sei dabei – Papagei“ für die Situation der Papageien sowie für die Ausfinanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der politischen Bildung für Kinder und Jugendliche ein. Nach dem traditionellen Kostümumzug erwartet Besucher/-innen im Görlitzer Park ein großes Kinder- und Familienfest mit Musik, Tanz und kostenlosen Spiel- und Mitmachangeboten. Auf den Bühnen wird ein vielfältiges Tanz- und Musikprogramm zu sehen sein – gestaltet von Kindern für Kinder.

12. Juni, 17 – 18 Uhr: SprechSTUNDE: Schulmittagessen Mit der Ausschreibung 2024 für das Schulmittagessen in der Primarstufe öffentlicher Berliner Ganztagsschulen gab es einige Änderungen und damit auch verstärkten Informations- und Austauschbedarf. Die Vernetzungsstelle lädt Mitglieder aus den Mittagessensausschüssen daher seit dem Schuljahr 2024/2025 zu einer „SprechSTUNDE: Schulmittagessen“ ein. Das einstündige Onlineformat bietet eine Plattform für den Austausch in kleinerer Runde zu aktuellen Themen, Erfahrungen und Fragen rund um das neue Schulmittagessen. Mit Moderation und fachlichem Input begleitet die Vernetzungsstelle die Gesprächsrunden.

14. Juni, 14 – 1 Uhr: Kosmisches Sommerfest in der Archenhold-Sternwarte Vor 110 Jahren schrieb Albert Einstein Wissenschaftsgeschichte: Am 2. Juni 1915 präsentierte er im großen Hörsaal der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow erstmals seine Allgemeine Relativitätstheorie der breiten Öffentlichkeit. Um diesen Anlass zu feiern lädt die Archenhold-Sternwarte, Deutschlands älteste und größte Volkssternwarte, zum „Kosmischen Sommerfest: Einstein-Edition“ ein. Inmitten eines leuchtenden Planetenwegs erwartet die Besucher/-innen ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie, darunter Kurzprogramme im Kleinplanetarium, das längste bewegliche Linsenfernrohr der Welt auf dem Dach, Wasser- und Luftraketenstarten, faszinierende Beobachtungen des Tag- und Nachthimmels sowie immersive Licht- und Sound-Inszenierungen, ein interaktiver Audiowalk und partizipative Rauminstallationen zum Leben und Wirken Albert Einsteins.

15. Juni, 14 – 16 Uhr: Führung Sinti* und Roma* im KZ Sachsenhausen Anlass der Führung ist der 87. Jahrestag der sogenannten „Aktion Arbeitsscheu Reich“ im Juni 1938 – einer reichsweiten Verhaftungswelle, bei der rund 500 Sinti* und Roma* nach Sachsenhausen deportiert wurden. Diese Aktion markierte den Beginn der systematischen Verfolgung und massenhaften Deportationen deutscher Sinti* und Roma* durch das NS-Regime. Die Führung wird begleitet von Sonja Kosche (Verein Pro Sinti und Roma; Kuratorin im Projekt „Wir intervenieren!“) und Kai Müller (freier Historiker; Kurator „Wir intervenieren!“). Im Anschluss an die Führung wird die Ausstellung „Wir intervenieren! Kritische Perspektiven auf die Ausstellung ‚Sinti und Roma im KZ Sachsenhausen‘“ besucht, die sich kritisch mit der bestehenden Darstellung und Erinnerung auseinandersetzt.

17. Juni, 16 – 18 Uhr: Erstes Planungstreffen der Klimazukunftskonferenz Für die Planungsgruppe der diesjährigen Klimazukunftskonferenz sind noch freie Plätze zu vergeben. Das Angebot richtet sich an Schüler/-innen der 5. – 13. Jahrgangsstufe, die sich in die Planung und Organisation der Konferenz einbringen möchten. Sie setzen die Schwerpunkte und gestalten ein buntes Programm rund um die Themen Klimawandel, -schutz, -anpassung und -gerechtigkeit. Die Klimazukunftskonferenz für 300 Berliner Schüler/-innen findet am 25. November statt. Veranstaltet wird sie von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zusammen mit der Stiftung Planetarium Berlin und der Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung (KATE) e. V.

14. Juni, ab 15 Uhr: Sommerfest der Schulbibliotheken Im Anschluss an ihre Mitgliederversammlung lädt die Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg zu einem Sommerfest an der Hunsrück-Schule in Kreuzberg ein. Interessierte und bereits Engagierte haben hier die Möglichkeit, sich zu vernetzen, auszutauschen und die gut ausgestattete Schulbibliothek der Hunsrück-Schule zu besichtigen. Für ein begleitendes Unterhaltungsprogramm ist gesorgt, um eine vorherige Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten.

25. Juni, 9 – 16 Uhr: Demokratieentwicklung und Antidiskriminierung in Berliner Berufsschulen Um Demokratie in Berliner Berufsschulen zu fördern und Diskriminierung abzubauen, wurde 2023 das Projekt Demandi ins Leben gerufen. Im Rahmen der Tagung werden Pädagog/-innen und Schüler/-innen verschiedener Berufsschulen von ihren bisherigen Erfahrungen berichten und Tagungsgästen anregende Impulse und praktische Hinweise für ihre eigenen Schulen mit auf den Weg geben. Eine Vielzahl an thematisch unterschiedlichen Workshops liefern vielfältigen Input und geben Raum für Reflexion und Austausch.

11. Juli, ab 8 Uhr (Anmeldung bis 1. Juli): Schüler-Duathlon 2025 Beim Schüler-Duathlon in Zehlendorf sind alle Schüler/-innen ab der 2. Klasse eingeladen, sich im Laufen und Radfahren zu messen. Die Jahrgänge 2012 bis 2017 können über verschiedene Distanzen an den Start gehen, für eine Verpflegung in Bioqualität wird gesorgt. Der Duathlon ist Teil des Schulsportkalenders, sodass eine Unterrichtsbefreiung für die Teilnahme möglich ist.

Fortbildungen / Fachtage

Empfohlen für dich?! Was Jugendliche über automatische Empfehlungssysteme wissen sollten am 12. Juni
Egal ob in sozialen Medien, beim Online-Shopping, auf YouTube oder Streaming-Plattformen – Algorithmen schlagen permanent neue Inhalte und Produkte vor. Im Webinar mit Gastreferent Achim Lauber (JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis) wird Teilnehmenden vermittelt, wie algorithmische Empfehlungssysteme funktionieren, welchen Einfluss sie auf die Mediennutzung Jugendlicher haben und welche Kompetenzen für einen sicheren Umgang nötig sind. Neben nützlichem Hintergrundwissen erhalten Teilnehmende praxisnahe Impulse für die eigene Bildungsarbeit.

Impulse zur Umsetzung von Alltagsmathematik im eFöb am 17. Juni
In der Ganztagsschule mit ihren erweiterten zeitlichen, personellen und multiprofessionellen Möglichkeiten eröffnet sich die Chance, Schüler/-innen vielfältige Zugänge zu mathematischen Phänomenen zu bieten, logisches Denken anzuregen und dabei ihre Basiskompetenzen der Mathematik zu fördern. Lebensweltorientierung ist hier besonders wichtig, auch wenn es darum geht, Schüler/-innen mit Entwicklungsbedarfen alternative Zugänge zur Welt der Mathematik zu eröffnen. Vor allem niedrigschwelligen und spielerischen Zugängen kommt im eFöB-Bereich eine große Bedeutung zu. Die Veranstaltung bietet praktische Impulse, dies in der pädagogischen Arbeit in der eFöB umzusetzen.

Hochbegabte Kinder: Eltern kompetent begleiten am 24. Juni
Im Webinar erklärt Dr. Dietrich Arnold (Diplom-Psychologe & Erziehungsberater) die Besonderheiten hochbegabter Kinder und die damit verbundenen Herausforderungen für Familien. Fachkräfte erfahren, wie sie Eltern mit wertschätzender Kommunikation unterstützen und Strategien für ein ausgewogenes Familienleben entwickeln können. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entlarvung von Mythen über Hochbegabung und dem Erkennen der Stärken hochbegabter Kinder. Am Ende gibt es Raum für individuelle Fragen zu Themen wie Perfektionismus und Geschwisterdynamik. Das Webinar richtet sich an Fachkräfte, die Familien mit hochbegabten Kindern begleiten möchten.

9. Berliner Fachtag Alphabetisierung und Grundbildung am 25. Juni
Unter dem Motto „Raus aus dem Tabu, rein in die Teilhabe“ dreht sich auf dem Fachtag alles um die Frage, wie Ausgrenzung entgegengewirkt und echte Teilhabe gering literarisierter Menschen erleichtert werden kann. Neben einem offenen Barcamp, an dem Fragen, Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht werden können, erwartet Besucher/-innen eine Podiumsdiskussion, in der verschiedene Perspektiven auf das Thema Antidiskriminierung zu Wort kommen.

PSW-Tagung Berufliche Orientierung gemeinsam erfolgreich gestalten am 25. Juni (Anmeldung bis 16. Juni)
Die Tagung ermöglicht Lehrkräften und Unternehmensvertreter/-innen den Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Entwickeln von Erfolgsfaktoren zu den Themen Betriebserkundungen, Schulbesuche von Experten/-innen, Schüler/-innenfirmen und Berufliche Orientierung im Fachunterricht. Vertreter/-innen des Aus- und Weiterbildungsnetzwerkes Hochtechnologie Berlin (ANH) und einer Berliner Schule für exzellente Berufliche Orientierung stellen ihre konkreten Angebote für Schüler/-innen vor und berichten von ihren Erfahrungen und Herausforderungen in der beruflichen Orientierung. In vier Workshops, die von Praxispartnern begleitet werden, diskutieren die Teilnehmenden aus Schule und Wirtschaft die Anforderungen an eine gelingende Berufliche Orientierung.

Jobs, Jobs, Jobs

Impressum

Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
Bernhard-Weiß-Str. 6, 10178 Berlin

Newsletterredaktion
newsletterredaktion@senbjf.berlin.de

Sie wollen keine Meldung mehr von uns verpassen? Folgen Sie uns gerne auf X, Facebook, Instagram, Bluesky, YouTube oder LinkedIn.