Kunstwettbewerb - Neubau Kindertagesstätte im Entwicklungsgebiet "Alter Schlachthof"

Agnes-Wabnitz-Straße 9, 10249 Berlin

Auswahlverfahren Kunst am Bau

Teilnehmende KünstlerInnen: Susanne Bayer, Hans Höpfner, Rainer Maria Matysik, Anne Ochmann, Nadine Rennert
Zur Ausführung empfohlen: Anne Ochmann
Realisierung: 2015

Anne Ochmann, Herzmuschel, 2015

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Im Zusammenhang mit dem Neubau der Kita Agnes-Wabnitz-Straße wurde durch die Abt. Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice ein Auswahlverfahren für Kunst am Bau durchgeführt. Am 21. Oktober 2013 tagte unter Vorsitz von Annette Tietz (Galerie Pankow) eine Auswahlkommission. Gegenstand des Verfahrens war der Außenbereich der neu ge­bau­ten Kindertagesstätte. Als Bearbeitungsbereiche für die Kunst war die südöstliche Grund­stücks­grenze angegeben. Es sollte eine Spiele­land­schaft zum Thema „Fluss des Lebens“ unter Verwendung des Mediums Wasser entwickelt werden. In Korrespondenz dazu umfasste die Aufgabenstellung die Gestaltung eines signifikanten Zeichens mit Bezug zur Spiel­land­schaft an der straßenseitigen Fassade über dem Haupteingang. Die Spiellandschaft sollte durch mehrere bespielbare plastische Objekte gestaltet werden, welche sowohl im Sommer als auch außerhalb der warmen Jahreszeit und ohne die Nutzung des Wassers ihre Wirkung entfalten und sich thematisch an der kindlichen Themenwelt orientieren.
Das Verfahren wurde als anonymes Auswahlverfahren mit fünf eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern durchgeführt. Die Auswahlkommission hat am 21. Oktober 2013 mehrheitlich mit 4 Ja-Stimmen den Entwurf „Herzmuschel“ von Anne Ochmann zur Realisierung em­pfoh­len. Grundidee des Entwurfes ist ein geschwungener Wasserlauf mit Quelle und Delta, an und in dem mehrere unterschiedlich große Herzmuschelschalen liegen Das Thema Muschel als fossiler Abdruck setzt sich auch im Wasserlauf fort. Am Haupteingang wird das Motiv in Form einer Keramikskulptur in Herzmuschelform aufgegriffen. Die Kommission lobte das sen­sibel gestaltete Entwurfskonzept mit dem natürlich erscheinenden Verlauf der Wasser­rinne. Dieser füge sich organisch in die Landschaftsgestaltung ein, wobei der Wasser­lauf mit seinen drei Quellen auf vielfältige Weise in das Spiel der Kinder integriert werden kann.
Für die Realisierung der Kunst standen 22.000,00 € zur Verfügung.