Kunstwettbewerb - Neubau einer Sporthalle mit zwei Hallenteilen für die Heinrich-Roller-Grundschule, Berlin-Prenzlauer Berg

Auswahlverfahren Kunst am Bau

Teilnehmende KünstlerInnen: Horst Bartnig, Barbara Friess, Sabine Hornig, Hagen Klennert, Sinta Werner, Eva Wilde
Zur Ausführung empfohlen: Barbara Friess
Realisierung: 2015

Barbara Friess, spring, 2015

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Die Heinrich-Roller-Grundschule (gesundheitsfördernde Schule und Schule als ökologischer Lernort) ist Programmschule im “Landesprogramm für die gute gesunde Schule Berlin”. Die Schulgebäude wurden von 1873 bis 1877 erbaut. Sie gelten damit als die ältesten öffent­lichen Gebäuden im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg.
Im Rahmen der Beschlussvorlage zum langfristig zu erhaltenden Grundschulnetz erfolgte die Festlegung, die Grundschule durch den Neubau einer Sporthalle mit zwei Hallenteilen zu ergänzen. Deren zum Schulhof ausgerichtete Hauptfassade ist zum großen Teil verglast. Es entsteht der Eindruck eines Screens. Diese Situation aufgreifend wurde für die Aufgaben­stellung des Kunst am Bau Verfahrens der Titel „Screen“ formuliert. Standort der Kunst ist die Sichtbetonwand in der Treppenhalle des Neubaus. Dabei sollte sich der Gestaltungs­vor­schlag auf die gesamte Wandfläche beziehen und die sich aus der Nähe und Ferne er­ge­ben­den Per­spek­tiv­wechsel sowie daraus resultierende unterschiedliche Aspekte der Sichtbarkeit, des Ver­hältnisses von Ganzem und Detail, Innen und Außen, Nähe und Ferne berücksichtigt werden.
Am 10. Juli 2014 tagte das Auswahlgremium unter Vorsitz der Berliner Künstlerin Susanne Ahner. Das Verfahren wurde als anonymes Auswahlverfahren mit sechs eingeladenen Künst­lerinnen und Künstlern durchgeführt. Einstimmig wurde der Entwurf von Barbara Friess „spring“ zur Realisierung empfohlen. Die Arbeit besteht aus einem alle drei Ebenen ver­bin­den­den Ring, der in den Außenraum hinein wirkt und 3 Linienzeichnungen von Sport trei­ben­den Kindern auf der Treppenhauswand in den jeweiligen Etagen. Zur Begründung heißt es: Die Positionierung des bei Einbruch der Dämmerung nach­leuchtenden, großen Kreises wird sehr positiv beurteilt. Er verbindet die einzelnen Geschosse analog zum archi­tek­to­ni­schen Kon­zept, bietet interessante Perspektiven und fordert zum Entdecken auf. Auch tagsüber ist der Kreis als helles Objekt sichtbar. Die Wandzeichnungen bieten zudem eine kindgerechte Orientierung auf den Geschossen. Überzeugend sind das Spiel zwischen Nah- und Fern­wirkung und der Bezug zur benachbarten Brandwandgestaltung.
Für die Realisierung der Kunst standen Mittel in Höhe von 20.000,00 € zur Verfügung.