Auswahlverfahren – MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum

Charlottenburger Straße 117, 13086 Berlin-Weißensee

Auswahlverfahren mit 5 eingeladenen Teilnehmer:innen | Kunst am Bau

Teilnehmende Künstler:innen: Bettina Albrecht, Valeria Fahrenkrog, Heiner Radau, Elisabeth Rosenthal, Maik Schierloh
Zur Realisierung empfohlen: Entwurf „Unsere Welt-Stadt“ von Heiner Radau
Realisierung: 2026

In ihrer Sitzung am 22. Januar 2026 hat die Auswahl­kommission unter Vorsitz der Künstlerin Stefka Ammon aus fünf ein­gereichten künst­lerischen Ent­würfen die Arbeit mit dem Titel „Unsere Welt-Stadt“ von Heiner Radau zur Realisierung empfohlen. Der Entwurf schlägt eine dauer­hafte, als Prozess konzipierte, interaktive Wand­zeichnung für die Haupt­wand des Foyers vor. Die Grundlage bzw. den Rahmen bildet eine dichte schwarz‑weiße Stadt­land­schaft mit wieder­erkenn­baren Motiven aus Metropolen welt­weit. Den Kindern und Jugend­lichen werden niedrig­schwellig Materialien zur Ver­fügung gestellt, um die „Grund­zeichnung“ zu kolorieren und durch eigene Text- und Bild­beiträge zu kommen­tieren bzw. zu ergänzen. Der prozess­hafte Charakter der Arbeit wird von der Auswahl­kommission positiv bewertet. Die Idee ist orts­bezogen und schließt die Kinder und Jugend­lichen gut ein. Die kulturellen Elemente weltweit fördern pädago­gische Gespräche. Die hand­werk­liche Qualität des Ent­wurfes regt zu eigener Beschäfti­gung mit analogen künst­lerischen Be­täti­gungen an, die von mehreren Personen gleich­zeitig aus­ge­führt werden können.

Der Entwurf „unGEFORMT‬‬‬ – Geschichte greifen, Zukunft formen: Eine raum­greifende Erzählung aus Partizipation und Architektur“ von Bettina Albrecht wurde mit dem 2. Rang gewürdigt. Die Arbeit verbindet zwei sich ergänzende formale Heran­gehens­weisen. Zum einen wird eine klare künst­lerische Setzung in Form eines Metall­reliefs – der Grund­riss des alten Jugend­clubs und der Kontur des Neu­baus – aus Aluminium­profil auf der rohen Beton­wand vor­ge­schlagen. Das technische, metallisch glänzende Objekt bildet einen spannungs­vollen Kontrast zur Beton­fläche, drängt sich aber nicht in den Vorder­grund. Als zweites Element kommen kleinere organi­sche Objekte aus farbig glasiertem Ton hinzu, die frei auf den Wand­flächen im gesamten Foyer platziert werden. Diese Objekte sind Ergebnis des partizi­pativen Prozesses. Die von den Jugend­lichen ab­geformten Fund­stücke setzen kontrast­reiche Akzente im Raum.

Weitere Entwürfe wurden von den Künstler:innen Valeria Fahrenkrog, Elisabeth Rosenthal und Maik Schierloh ein­gereicht.

Das Auswahl­verfahren wurde am 20.08.2025 von der Abteilung Finanzen, Personal, Weiter­bildung und Kultur, Wirtschafts­förderung des Bezirks­amtes Pankow von Berlin, ver­treten durch die Galerie Pankow / Kunst im öffent­lichen Raum in Kooperation mit der Abteilung Schule, Sport und Facility Management aus­gelobt. Gegen­stand des Ver­fahrens Kunst am Bau ist der Ersatz­bau für das MAXIM Kinder- und Jugend­kultur­zentrum. Ziel dieses Aus­wahl­verfahrens ist es, eigen­ständige Ent­würfe für eine künst­lerische Ge­staltung im Eingangs­bereich des Neu­baus zu ent­wickeln, welcher diesen wirk­sam akzentuiert, eine offene Eingangs­situation herstellt und nach außen wirkt. So soll den Kindern und Jugend­lichen beim Betreten des Hauses das Gefühl gegeben werden, an einem Ort will­kommen zu sein, der für sie existiert und den sie mit­be­leben können.
Unter dem Thema „Immer offen für euch“ soll die Kunst die viel­fältigen Nutzer:innen an­sprechen, begeistern, sie ins Gebäude­innere „hinein­ziehen“. Die Kunst soll Viel­falt abbilden, Be­ziehungen zwischen Innen und Außen herstellen sowie Offen­heit und ein „freund­liches, respekt­volles Mit­einander“ – so das Credo der Einrichtung – ver­mitteln. Eine Ein­beziehung von Kindern und Jugend­lichen, welche die Ein­richtung regel­mäßig besuchen, in die Lösung der Aufgaben­stellung ist erwünscht.

Die Realisierung der Kunst erfolgt 2026, hierfür stehen bis zu 22.000 Euro zur Verfügung.

Entwürfe – Auswahlverfahren Kunst am Bau MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum, Auslober: Bezirksamt Pankow von Berlin, 2026

  • Entwurf „Unsere Welt-Stadt“ von Heiner Radau, 1. Rang und Realisierungsempfehlung, Auswahlverfahren Kunst am Bau MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum, Auslober: Bezirksamt Pankow von Berlin, 2026

    Entwurf „Unsere Welt-Stadt“ von Heiner Radau, 1. Rang und Realisierungsempfehlung

  • Entwurf „unGEFORMT‬‬‬ – Geschichte greifen, Zukunft formen: Eine raumgreifende Erzählung aus Partizipation und Architektur“ von Bettina Albrecht, 2. Rang, Auswahlverfahren Kunst am Bau MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum, Auslober: Bezirksamt Pankow von Berlin, 2026

    Entwurf „unGEFORMT‬‬‬ – Geschichte greifen, Zukunft formen: Eine raumgreifende Erzählung aus Partizipation und Architektur“ von Bettina Albrecht, 2. Rang

  • Entwurf „Flügge“ von Elisabeth Rosenthal, Auswahlverfahren Kunst am Bau MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum, Auslober: Bezirksamt Pankow von Berlin, 2026

    Entwurf „Flügge“ von Elisabeth Rosenthal

  • Entwurf „Zusammengetragen – Eine kollaborative Wandarbeit für das MAXIM“ von Valeria Fahrenkrog, Auswahlverfahren Kunst am Bau MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum, Auslober: Bezirksamt Pankow von Berlin, 2026

    Entwurf „Zusammengetragen – Eine kollaborative Wandarbeit für das MAXIM“ von Valeria Fahrenkrog

  • Entwurf „Die großen Ganzen“ von Maik Schierloh, Auswahlverfahren Kunst am Bau MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum, Auslober: Bezirksamt Pankow von Berlin, 2026

    Entwurf „Die großen Ganzen“ von Maik Schierloh

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