HIMMELWEG von Juan Mayorga

Eine Lesung zum 81. Gedenktag an die Befreiung von Auschwitz

Freitag, 27.01.2026, 20.00 Uhr
Ort: WABE, Danziger Straße 105, 10405 Berlin

Sonnabend, 13.06.2026, 20.00 Uhr
Ort: InterKULTURelles Haus Pankow, Schönfließer Straße 7, 10439 Berlin

Es liest Stephan Thiel.

HIMMELWEG von Juan Mayorga – Eine Lesung zum 81. Gedenktag an die Befreiung von Auschwitz

Ein Schweizer Abgesandter des inter­nationalen Roten Kreuzes kommt in ein von den National­sozialisten als „Vorzeige­lager“ ein­gerichtetes Konzen­trations­lager, um sich ein Bild von den Haft­be­dingungen zu machen. Der namen­lose Besucher ahnt, dass ihm etwas vor­ge­macht wird, als der Lager­komman­dant sowie der Judenrat Gershom Gottfried ihn durch die idylli­sche Anlage mit Park, Musikpavillon, Synagoge, Kinder­spiel­platz und der Rampe („Himmelweg“) zur Kranken­station führen. Von beiden genötigt, alles zu foto­grafieren, um die Bilder dieses Lagers in die Welt zu tragen, spürt der Bericht­erstatter von Beginn an, dass alles, was er beobachtet, wie extra für ihn inszeniert wirkt. Als er dann den Bericht für die inter­nationale Öffentlich­keit ver­fasst, fragt er sich, welche Rolle ihm persön­lich in diesem kunst­vollen Manipulations­dreieck zukommt. Denn er weiß: „Was ich sehe, sieht die Welt“, und die eigene Erinnerung wird zum jede Nacht wieder­kehrenden Alp­traum.

Juan Mayorga (geb. 1965) zählt zu den wichtig­sten Vertretern der neuen spani­schen Dramatik. Er ist Leiter des Teatro de la Abadía in Madrid und Mitglied der Real Academia Española. Durch sein Studium und spätere Lehr­auf­träge in Münster und Berlin ist der Mathe­matiker und Philosoph eng mit der deutschen Kultur vertraut.
Stefanie Gerhold hat sieben seiner zahl­reichen Stücke ins Deutsche übertragen, von denen HIMMELWEG (geschrieben 2003) mit zahl­reichen Preisen bedacht und am erfolg­reichsten ist.
Thematischer Ausgangspunkt für die Konstruktion dieses Stückes war das Unternehmen der Nazis, noch im Jahr 1944 im Ghetto Theresien­stadt einen Propagandafilm namens „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ zu drehen. Was Juan Mayorga vor dem Hinter­grund der Geschichte existen­ziell beunruhigt, ist die in diesem themati­schen Zusammen­hang abgründige Ver­knüpfung von Theater und Täuschung.

In der Lesung am 27. Januar der von Hedda Kage ein­gerichteten Fassung übernimmt ein Schau­spieler die drei Rollen im inszenierten Räder­werk der unter den Augen der Welt statt­findenden Endlösung. Im Anschluss an die Lesung ist ein moderier­tes Gespräch mit dem Publikum, der Über­setzerin Stefanie Gerhold und den an der Lesung Beteiligten vor­gesehen.

Theater unterm Dach

Ansprechpartner:
Thorsten Schlenger

Wegen Sanierungsarbeiten ist das Theater unterm Dach am Standort Danziger Straße 101 geschlossen.

Ab April 2026 finden Sie uns an der neuen Spielstätte: Interkulturelles Haus, Schönfließer Straße 7.

Zugang nicht rollstuhlgeeignet Die Interimsspielstätte ist nicht barrierefrei. Sie befindet sich im 3. Stock eines denkmalgeschützten Schulgebäudes, das keinen Aufzug besitzt.

Verkehrsanbindungen

Tickets

Eintrittspreise
Normalpreis: 15,- €
Ermäßigt: 10,- €
Studenten, Azubis, Arbeitslose
Sonderpreis: 5,- €
Schüler­sonder­ticket mit Schüler­ausweis I und berlinpass-Inhaber

Kinderveranstaltungen:
Kinder: 5,- €
Erwachsene: 8,- €

Bei Gastspielen und Sonder­ver­an­stal­tun­gen können die Preise abweichen.

Online-Reservierung
oder per E-Mail

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vor­stellungs­beginn. Es ist aktuell nur Barzahlung möglich.

Kartentelefon: (030) 90295-3820

Vorbestellte Karten bitte bis spätestens 30 Minuten vor Beginn abholen.

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