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Spiel Zigeunistan

Gastspiel

Theater am Strom / Hamburg

Lesung und Jazz

Mit: Christiane Richers (Autorin) und Kako Weiss (Saxophon)

Bildvergrößerung: Christiane Richers und Kako Weiss
Christiane Richers und Kako Weiss
Bild: Andreas Schwarz

SPIEL ZIGEUNISTAN erzählt die Geschichte von zwei Sinti aus Hamburg, die so und ähnlich in Berlin, in München, in Stuttgart und anderswo ihren Ort haben könnte.
Der Stücktext basiert auf den Lebenserfahrungen des Hamburger Jazz-Saxophonisten und Sinto Kako Weiss. Zentrale Aspekte seiner Biografie stehen stell­ver­tretend für die Erfahrun­gen und die Geschichte vieler deutscher Sinti. Die Autorin Christiane Richers hat sie zu einem lebendigen, eindrück­lichen Theater­text verdichtet.

Wolkly ist Schulversager und begabter Musiker, sein Onkel Latscho ist Schul­versager, Box­trainer und Bildungs­berater. Beide bestreiten ihren Alltag zwischen Vorurteilen, Lebens­träumen und den Schlag­schatten der deutschen Vergangen­heit. Der Abend bietet einen intensiven, aufrütteln­den Ein­blick in die nur sehr allmählich kleiner werdenden Traumati­sie­rungen durch die kollektive Verfolgung und Ermordung deutscher Sinti in der Nazizeit. Und er erzählt berührend, zum Nach­fragen anregend und auch amüsant vom gegen­wärtigen Alltag der beiden Sinti.

Die Autorin Christiane Richers schreibt Theaterstücke, die Geschichten und Biografien aus Hamburg aufgreifen. SPIEL ZIGEUNISTAN war eine Auftrags­arbeit des Thalia Theaters und war dort als Klassen­zimmer­stück vier Jahre im Spielplan. Ihre Produktionen sind vielfach preis­gekrönt. Christiane Richers leitet das freie Hamburger THEATER AM STROM. Bisherige Gast­spiele mit SPIEL ZIGEUNISTAN führten bis in den süd­deutschen Raum und nach Österreich.
Kako Weiß ist als Jazz-Saxophonist bekannt durch sein Kako Weiß Ensemble und das Café Royal Salon­orchester.