Jandl goes jam

Jazz und Worte – auf Jandls Spuren

Texte/Saxophon: Andreas Nickl
Texte/Piano: Norbert Rentsch

Termin: Freitag, 16.11.2018, 20.00 Uhr

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Bild: Andreas Nickl, Norbert Rentsch

Ernst Jandl (1925-2000) war ein großer Jazzfan. Er lebte mit Friederike Mayröcker in Wien. Unter dem Einfluß der konkreten Poesie und des Dadaismus landet Jandl bei der experi­mentellen Dichtung. Er war nicht nur der Verfasser von Gedichten, sondern auch deren bester Vortragender. Zu seinen bekanntesten Texten gehören u.a. „ottos mops“, „schtzngrmm“ oder „lichtung“:

„lichtung
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum!“

Es gibt zahlreiche Schallplattenaufnahmen der von ihm rezitierten Sprach- und Laut­experimente, häufig von Gesang und Jazzmusik begleitet.

Norbert Rentsch und Andreas Nickl setzen diese Tradition auf kongeniale Weise fort. Die Texte ihres Inspirationsquells Jandl sind Vorlagen für ein freies Spiel gedank­licher und musikalischer Art.
An einem kurzweiligen Abend mit Sprachskizzen und musikalischen Echos sind sie würdige Interpreten des Wortkompositeurs Jandl. Wahnsinn und Wahrheit, Zoten und Philosophi­sches wechseln sich ab, ergänzen sich und bilden ein zeitlos gültiges Kaleidoskop des Menschlichen, des allzu Menschlichen.

Andreas Nickl am Saxophon und Norbert Rentsch am Piano sind ein eingespieltes Team, das mit diesem Programm schon seit über 20 Jahren auf vielen Bühnen in ganz Deutschland steht.
Die Lust am Spiel ist ungebrochen.