ROSA – Trotz alledem

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Bild: Zé de Paiva / Grafikdesign: buerominimal

Ein Theaterprojekt von Anja Panse und Barbara Kastner

Text und Regie: Anja Panse
Ausstattung: Kathrin Krumbein
Musik: Annegret Enderle
Dramaturgie und Produktionsleitung: Barbara Kastner
Schauspiel: Susanne Jansen, Lutz Wessel
Puppenspieler: Arne van Dorsten
Puppenbau: Rodrigo Umseher, Ludwig Pauli

Premiere: 30. Juni 2017

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“
August Bebel

Vor 100 Jahren zerstörte der Erste Weltkrieg Europa, die Russische Revolution stand kurz bevor – und Rosa Luxemburg kämpfte für eine friedliche, gerechtere Welt. Als außerordentlich klarsichtige Analytikerin gesellschaftlicher Verhältnisse führte sie den Menschen die gravie­rende Kluft zwischen Arm und Reich vor Augen, sprach von „Kriegswirtschaft“ im Interesse des Kapitals, von „Meinungs­manipulation“. Ihr Ziel war eine antikapitalistische und freie Gesellschaft. Ihr Name ist bekannt, doch wofür stand sie? Ihr Nachlass lässt ihr politisches Wirken, ihre flammenden Reden lebendig werden, aber auch ihre Situation als Frau und ihre stillen, privaten Momente, in denen sie erschöpft vom politischen Kampf innehielt: Ihre Liebe zur Ornithologie, zur Literatur, ihre Liebesbeziehungen und Freund­schaften.
Rosa Luxemburgs Denken und Handeln wirkt in unsere Gegenwart hinein – in eine Zeit der „alternativen Fakten“, der politischen Unberechenbarkeiten, der gefühlten Ohnmacht in einer übermächtig-komplexen Welt. Im Dialog zwischen Puppen, Puppenspieler und Schau­spieler/innen werden Verbindungslinien zwischen damals und heute gezogen. Imaginäre Gespräche zwischen historischen und heutigen Figuren lassen wiederkehrende Muster und Machtstrukturen deutlich werden und legen die Zwiegespaltenheit der Menschen offen: Anpassung an das System oder politischer Kampf – privates Glück oder politischer Auftrag?
“Rosa – Trotz alledem” ist eine künstlerische Positionsbestimmung des eigenen Handelns, ergründet die Herrschaftsverhältnisse unserer Zeit und stellt mit Rosa Luxemburg die Frage nach Alternativen.

Kooperation mit: Theater unterm Dach Berlin, dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, ‘Uckermärkisches Nationaltheater-Kulturgut Metzelthin’

Gefördert von: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg