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Mann aus Obst: Schuld und Bühne

Garagenoper #3

Premiere: 31. März 2017

Mit:
Daniel Casimir (Posaune, Schuld, Körperarbeit)
Maja von Kriegstein (Klavier, Trompete, Transzendenzmanagement)
Nina de Ludemann (Bildersturm, Trompete, Zahnmedizin)
Nicolas Pannetier (Bass, Nichtwissen, Griechisch)
Edith Steyer (Klarinette, Maria, Saxophon)

Schuld und Bühne
Bild: Maja von Kriegstein

Nach drei aufregenden Jahren im Performance­musik­theater findet die Gruppe Mann aus Obst, dass es im Jahr des Reformationsjubiläums an der Zeit ist, ihre religiösen Prägungen einer humorvollen musikalischen Wurzel­behandlung zu unterziehen und die Ergebnisse für die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
SCHULD UND BÜHNE nennen sie ihre Garagenoper# 3, die sich mit dem Thema der religiösen Heimat beschäftigt.
Sie wollen ihre Gretchenfragen vollständig und abschließend miteinander klären… Dabei fragen sie sich u. a.: Ist ein komplett aufgeklärter Glaube überhaupt noch ein Glaube? Lohnt es sich, bestehende große Institutionen zu reformieren oder sollte man lieber gleich gras­wurzel­mäßig von vorne anfangen? Sind wir wirklich so unpolitisch und ins Private zurückgezogen wie man es überall lesen kann und unsere Eltern es uns vorwerfen?
Sollte die christliche und überhaupt jegliche Menschenliebe und Toleranz angesichts des neuen evangelischen Kirchenliedes kurzzeitig außer Kraft gesetzt werden dürfen? Was würden wir eigentlich gerne auf einen Zettel schreiben und an die Kirchentür kleben?
Erstens: Unsere Tempel sind alt und müssen – ja was denn? Weg? Zweitens: Anders? Drittens: An welche Tür denn überhaupt? Oder schreiben wir alles ins Tagebuch und reformieren uns immer nur selbst und gar nicht die Institutionen?
Ist es eigentlich eine wirkungsvollere Reformation, Fortschrittszentimeter auf Fakul­täts­rats­sitzungen zu erkämpfen oder ein grundehrliches Tagebuch zu führen?