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unitedOFFproductions: Eigentlich wollte ich nach Finnland!

Premiere: 13. Februar 2014

unitedOFFproductions: Eigentlich wollte ich nach Finnland
Bild: Hendrik Schneller

Mit: Lidia Cangiano, Athina Tsantekidou, Mirca Preißler, Alexandru Cirneala, Eneko Sanz
Regie: Dieter Krockauer
Dramaturgie: Graciela González de la Fuente
Textfassung/Interviews: Dieter Krockauer, Graciela González de la Fuente
Produktionsleitung: Mirca Preißler
Presse: Heike Diehm k3 berlin
Licht: Hans Fründt
Foto: Hendrik Schneller / unitedOFFproductions

„Was ist eigentlich das Wichtigste im Alltag? Dass man ein gutes Netzwerk hat, eine Arbeit, mit der man sich über Wasser halten kann, aber wo man ein Qualitätsleben auch leben kann.“

Sie kommen aus Spanien, Ungarn, Griechenland, Bulgarien, Polen, Portugal, Italien und Rumänien.
Sie sind Architekten, Kulturschaffende, Medienwissenschaftler, Ingenieure, Zahntechniker, Journalisten, Lehrer, etc. Viele von ihnen sind bereits seit einigen Jahren in Deutschland, andere erst vor kurzem hier angekommen. Die meisten von ihnen sind damit aufgewachsen, sich innerhalb der EU frei zu bewegen. Nicht alle waren auf Deutschland vorbereitet; manche konnten die Sprache bereits, für andere war es ein Sprung ins kalte Wasser. Fast alle sind allein gekommen.

Die Produktion fragt, was verbindet eigentlich diese jungen, mehrsprachig-mobilen Frauen und Männer? Wo liegen ihre Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede – in ihrer Art zu denken, zu empfinden, ihrem Blick auf die Zukunft? Womit identifizieren sie sich? Welche Werte sind ihnen wichtig?
Was verschafft Zugehörigkeit, was gibt ihnen Halt, in diesem Europa, dessen national­staat­liche Grenzen mehr und mehr bröckeln? Wo vereinen sich ihre Stimmen zum Chor? Wo sind sie nur Solo-Stimmen? Wo lässt sie sich erahnen, diese Idee einer „Europäischen Identität“ und wo sucht man sie vergeblich?

„Ich bin in Jekaterinburg geboren. Mein Vater war Grieche. Ich bin 9 Jahre in Sibirien ge­we­sen, dann 11 Jahre in Griechenland und mittlerweile bin ich 10 Jahre hier.“

Fünf SchauspielerInnen aus fünf Ländern der EU behaupten auf der Bühne die Europäische Union in Form eines einzigen, durchgehenden „europäischen Monologs“, der auf der Grund­lage von 17 geführten Interviews entstanden ist. Sie kreieren einen musikalisch-atmos­phäri­schen Gesamtsprachraum unter-schiedlichster Stimmen und erzählerischer Perspek­tiven, der die gelebte Wirklichkeit junger EU-BürgerInnen in Deutschland und ihren Blick auf die Zukunft in den Mittelpunkt stellt.

Gefördert durch: Land Niedersachsen, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz SBK STIFTUNG NIEDERSACHSEN
Eine Koproduktion mit: Theater unterm Dach Berlin, german stage service/ Theater im g-werk Marburg, LOT-Theater Braunschweig