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Mimikry

nach E. Albees „Die Zoogeschichte“

Regie: Cornelius Schwalm
Spiel: Helge Bechert, Andreas Nickl
Bühne: Rebecca Schley
Kostüm: Cathleen Kaschperk
Regieassistenz & Requisite: Hans Grandjot
Interviews: Nataly Bleuel
Fotographie: Sanny Wildemann

Premiere: 8. Juli 2010

Mimikry
Mimikry
Bild: Produktion

„Meine Themen stammen aus der Wirklichkeit. Hegen sie etwa Zweifel daran, dass das Moderne Leben voller Gemeinheit und Grausamkeit ist?“
E. Albee

Berlin Prenzlauer Berg, zufriedener Durchschnittsbürger trifft alles in Frage stellenden Außenseiter, schein­bar gesicherter Alltag trifft Chaos, West trifft Ost, Mensch trifft Mensch, Glück und Unglück, alles relativ. Doch was passiert, wenn die Ideale des Einen ins Wanken geraten, weil er völlig unerwartet beim sonntäglichen Zeitungs­lesen im Volks­park auf sein Gegenbild trifft? Was, wenn dieser Mann ihn ge­schickt in ein Gespräch über das Leben, seine Ungerechtigkeiten und seine Abgründe verwickelt, dem er sich trotz Abscheu nicht entziehen kann?
Mimikry ist ein Stück heutige Wirklich­keit. Zwei Männer stehen beispielhaft für die gestörten mensch­lichen Beziehungen unserer Zeit.

Berliner Morgenpost:
Regisseur Cornelius Schwalm hat Edward Albees berühmten Einakter Die Zoo­geschichte intelligent und gewitzt aus dem New York des Jahrs 1958 nach Berlin in die Gegenwart geholt. Seine Inszenierung mit dem sinnigen Titel Mimikry, die nur einen Steinwurf vom Bötzow­viertel entfernt im Theater unterm Dach Premiere feierte, wird dominiert von einem Tropen­paradies mit exotischen Tieren auf einer zerbröselten Mauer (Bühne: Rebecca Schley). Davor steht eine lädierte Parkbank. Typisch Berlin. Jene Stadt, über die Musiker Peter Fox reimt „jeder hat ‚nen Hund, aber keinen zum Reden“.