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textmarker: Spieltrieb

nach Juli Zeh

Regie: Tina Küster
Spiel: Anne Abendroth, Jonas Littauer, Nathalie Schuh
Ausstattung: Claudia Philipp
Assistenz: Rosalie Töpfer

Premiere: 26.04.2008

textmarker dramatisiert Juli Zehs großartigen Roman »Spieltrieb«: die Geschichte von Ada und Alev, die als „Urenkel der Nihilisten“ ein perfides Spiel um Macht und Ver­führung beginnen. Sie ver­führen ihren Lehrer Smutek, um ihn dann zu erpressen und zu demü­tigen.
Zwei Jugendliche im elitären Größen­wahn, arrogant und an­maßend, testen die Grenzen einer werte­freien Gesell­schaft aus.

Juli Zeh markiert mit ihrem Roman, den sie selbst als „mora­lischen Roman“ bezeichnet, die Spuren einer Übergangs­gesell­schaft. Wert­vor­stellungen sind nur noch als hohle Formen vor­handen, an denen sich das Handeln prag­matisch orientiert. Wo der Glaube an gemein­same Ideale ver­loren ist, werden über­lieferte Regeln zu aus­tausch­baren Spiel­regeln, Menschen werden zu Spielern, die sich mit Hilfe unter­schied­licher Strategien positionieren.

textmarker zeigt eine Fassung für vier Spieler.