Grete

Trilogie der klassischen Mädchen: Grete

nach Goethes “Faust”

Grete - Trilogie der klassischen Mädchen
Bild: Marcus Lieberenz

Spiel: Claudia Wiedemer
Regie: Anja Gronau
Regieassistenz: Nora Otte
künstlerische Mitarbeit: Marcel Luxinger

Premiere: 24. Juni 2004

Mit der Premiere von GRETE vollenden die Regisseurin Anja Gronau und die Spielerin Claudia Wiedemer ihre Trilogie der klassischen Mädchen: KÄTHE, JOHANNA, GRETE – drei junge Mädchen, vierzehn-, fünfzehnjährig, getrieben vom Furor des Erwachsen-wer-dens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. Käthe von Heilbronn, Johanna von Orleans, Grete aus der deutschen Kleinstadt – alle drei geben sich bedingungslos einer Leidenschaft hin, die ihre Welt von Grund auf verändert…

Blond bezopft und einfältige Verse säuselnd – so ist das deutsche Gretchen allen vertraut, als Opfer männlicher Rücksichtslosigkeit. Anja Gronau und Claudia Wiedemer geben dem Gret­chen einen Abend, ohne Rücksicht auf Faust.
Zerscheitern und zu Grunde gehen – diese Unbedingtheit im Handeln, nicht nur alle Schran­ken der bürgerlichen Existenz, sondern alle Bedingungen des Lebens selbst hinter sich zu lassen, formuliert Faust. Gretchen handelt danach.
Mit ihrem Blick hinter die Kulissen untersuchen Anja Gronau und Claudia Wiedemer, welche Möglichkeiten der heutigen Aneignung diese Frauenfigur zwischen Hingabe und Auflehnung, jenseits des Klischees vom blondzopfigen Mädchen bietet.

Diese Inszenierung wurde mit dem Friedrich-Luft-Preis 2004 ausgezeichnet.