Klaus Elle hat ausgehend von seinem Studium der Fotografie und anschließend der experimentellen Malerei sehr früh einen forschenden Umgang mit der Fotografie entwickelt und dabei eine gattungsübergreifende Arbeitsweise entwickelt. Seine Fotoinstallationen und körperbezogenen Arbeiten stellten auch auf Grund ihrer expressiven Bildsprache, durch Überblendungen, Mehrfachbelichtungen, Übermalungen die Erwartungen an das tradierte Bild der Fotografie der damaligen Zeit in Frage. Nach Repressalien durch den Staatsapparat der DDR, Überwachung durch die Staatssicherheit und die Schließung von Ausstellungen siedelte er 1988 mit seiner Familie nach Hamburg über.
Die Ausstellung präsentiert erstmals das Frühwerk von Klaus Elle und ordnet dieses in den kunsthistorischen Kontext fotografischer Positionen seiner Generation in der DDR ein.
In seinen zwischen 1982 und 1989 entstandenen Werkserien setzt sich Elle intensiv mit zentralen Themen und Fragen wie Identität, Erinnerung und Selbstbefragung auseinander. Seine frühen übermalten „Selbstporträts“ (1982/1984) spiegeln die Suche nach dem eigenen Ich und dessen Beziehung zur Welt wider. Mit „Erleuchtungen“ (1982-1989) versucht Elle die komplexe Verbindung zwischen Raum, Zeit, Erlebtem und Vergessenem sichtbar zu machen. In der dreiteiligen Arbeit „Foto-Bio-Grafik“ (1986-1987) verbinden handüberschriebene Fotografien die eigene Biografie mit der seiner Familie in ihrer historischen Verortung und formulieren eine persönliche Reflexion über Herkunft und Geschichte. Das „Weihnachtstagebuch“ (1987) dokumentiert nachdenklich stimmende Gedanken und Gefühle zum Weihnachtsfest, dem letzten gemeinsamen Fest mit der Familie vor der
bevorstehenden Ausreise in die BRD. Die Mappe „Meine Sprache der Fotografie“ (1980-1985) hingegen stellt eine medienreflexive Auseinandersetzung des Künstlers dar und zeigt in Form einer individuellen Grammatik der Fotografie deren technische, mediale und philosophische Aspekte auf.
Klaus Elle – Experiment und Vision – Fotoarbeiten 1980-1989
Ausstellung vom 3. September bis 26. Oktober 2025
Kuratorin: Franziska Schmidt
Galerie Pankow
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