Zeitabdrücke | Imprints of Time – Mart Stam Preis

Preisträger*innen 2024 der weißensee kunsthochschule berlin

Neda Aydin, Mareen Baumeister, Helen Eisen, Stavros Gialamidis, Fruzsina Kiss, Marina Resende Santos, Vivian Tamm

Ausstellung vom 14. bis 29. Juni 2025

In Kooperation mit der Mart Stam Gesellschaft und der weißensee kunsthochschule berlin

Zeitabdrücke | Imprints of Time – Mart Stam Preis

Zur Ausstellung

2024 wurden sieben Absolvent*innen der weißensee kunsthochschule berlin mit dem Mart Stam Preis ausgezeichnet. Unter dem Titel »Zeitabdrücke« präsentieren die Preisträger*innen ihre Abschluss­arbeiten in der Galerie Pankow. Die Ausstellung ver­mittelt einen Ein­blick in aktuelle künst­lerische und forschend-­kreative Ausdrucks­weisen junger Künstler*innen aus den Studien­gängen der Malerei, der Bild­hauerei, des Mode-Designs, der Visuellen Kommuni­kation, des Produkt-­Designs und der Raum­strategien.

Eröffnung

Freitag, 13.06.2025, 18.00 Uhr

Zur Eröffnung sprechen:
Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Dr. Cordelia Koch, Bezirksbürgermeisterin Pankow
Dr. Angelika Richter, Rektorin der weißensee kunsthochschule berlin
Prof. Stefan Koppelkamm, Vorstandsvorsitzender der Mart Stam Gesellschaft

Veranstaltung

Donnerstag, 19.06.2025, 19.00 Uhr

Artist Talk – Die Preisträger*innen im Gespräch

Zu den Künstler*innen

Neda Aydin (Bildhauerei) kombiniert in ihren plastischen Objekten Stahl und Bronze, Stahl und Porzellan, Aluminium und Ton, rau und glatt, starr und elastisch, fest und zer­brechlich. Minimalis­tisch in der Form und hand­werk­lich perfekt weisen ihre im Raum mit­einander korrespon­dierenden Objekte über sich selbst hinaus und können als Metaphern für die un­gelöste Spannung zwischen Repression und Wider­stand gelesen werden.

Mareen Baumeister (Produkt-Design) hat proto­typisch eine robotische Fertigungs­methode entwickelt, um Wolle europäi­scher Schafe, die aufgrund ihrer groben Faser­struktur nicht für die Be­kleidung geeignet ist und deshalb in großen Mengen ent­sorgt wird, zu einem drei­dimensio­nalen Filz zu ver­arbeiten. Sie konstruierte und pro­grammierte ein funktions­fähiges Werkzeug, um eine bisher über­sehene Ressource zu nutzen.

Helen Eisen (Mode-Design) setzt sich mit geschlechter­spezifischen Stereo­typen und den damit ein­her­gehenden Vor­stellungen von Geschlecht und Kleidung aus­einander. Aus­gehend von verschie­denen Emotionen ent­wickelte sie eine in Material und Form facetten­reiche Kollektion, die Diversität und Individu­ali­tät gleichermaßen ab­lesbar macht sowie traditionelle Hand­werks­kunst mit unkonventio­neller Schnitt­führung und extra­vaganten Silhouetten ver­bindet.

Stavros Gialamidis (Visuelle Kommunikation) hat sich intensiv mit der Geschichte seiner griechischen Heimat­stadt Xanthi beschäftigt, die bis heute vom Tabak­anbau geprägt ist. Aus eigenen Texten, histori­schem und aktuellem Bild­material hat er ein umfang­reiches Buch konzipiert und ge­staltet, das durch seine Viel­schichtig­keit der Perspek­tiven, die Ver­bindung von Fakten und Fiktion und eine differen­zierte typo­grafische Gestaltung über­zeugt.

Fruzsina Kiss (Malerei) setzt sich in ihren Bildern mit der visuellen Über­ladung des urbanen Raums auseinander. Auf groß­forma­tigen Lein­wänden überlagert sie Motive, die sie auf den Werbe­flächen der Stadt findet und foto­grafiert. Diese kombiniert sie mit malerischen Gesten – Zitiertes und Eigenes, Ordnung und Spontan­eität treten in ein spannungs­volles Ver­hältnis zu­einander.

Marina Resende Santos (Raumstrategien) hat auf einem brach­liegen­den Berliner Grund­stück Kartoffeln an­gebaut und mit Kindern und Jugend­lichen aus der Nach­bar­schaft ge­erntet. Auf humor­volle und sub­versive Weise stellt sie den privaten Besitz von Grund und Boden in Frage. Wem sollte der Boden gehören: denen, die ihn sinn­voll nutzen oder den­jenigen, die daraus möglichst großen Profit schlagen? Dem hier herrschenden Modell stellt sie das brasiliani­sche Prinzip des usucapião gegenüber: Landlose Bauern erwerben Land dadurch, dass sie es kultivieren.

Vivian Tamm (Produkt-Design) entwickelte ein Grund­modul für eine innovative Solar­fassade, das einfache Mechanik mit intelli­gentem Design vereint. Ihre be­weg­lichen Fassaden­elemente richten sich kontinuier­lich am Sonnen­stand aus und erzielen so einen optimalen Wirkungs­grad. Tamm verknüpft ihre Design­praxis mit wissen­schaft­lichen Methoden und findet eine funktio­nale und ästhetische Antwort auf eine anspruchs­volle architek­tonische Heraus­forderung.

Galerie Pankow

Ansprechpartnerin:
Annette Tietz

Zugang nicht rollstuhlgeeignet

Verkehrsanbindungen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag
12.00 – 20.00 Uhr
Sonnabend und Sonntag
14.00 – 20.00 Uhr

KGB – Der Arbeitskreis Kommunale Galerien Berlin

Newsletter des Amtes für Weiterbildung und Kultur Pankow