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Bärbel Bohley – die Künstlerin

Grafik und Zeichnung

Ausstellung vom 21.04. bis 13.06.2021 (verlängert bis 11.07.2021)

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Bildvergrößerung: Bärbel Bohley: Engel fallen vom Himmel, 1989
Bärbel Bohley: Engel fallen vom Himmel, 1989
Bild: Nachlass von Bärbel Bohley bei Anselm Bohley, Foto: Christoph Petras

Bärbel Bohley gehörte zu den prominentesten Bürger­rechtler:innen der DDR. Als politisch aktive Frau hat sie sich seit den 1980er-Jahren für Menschen­rechte und Mensch­lich­keit in der DDR ein­gesetzt und war eine der prominen­testen Gründer:innen der Bürger­rechtsbewegung Neues Forum.

Bärbel Bohley war Künstlerin. Ihr Studium absolvierte sie an der Kunst­hoch­schule Berlin-Weißensee. Sie lebte in Prenz­lauer Berg – in den 1980er-Jahren legen­därer Künstler­szene­bezirk in Ost-Berlin. Die in künst­lerischer Hin­sicht produk­tiven Jahre lagen zwischen ihrer ersten Aus­stellungs­beteiligung 1978 in der Galerie Junge Kunst Frankfurt/Oder und der letzten Aus­stellung 1990 in der Galerie am Schloßberg Gadebusch. Künstlerisch tätig war sie bis November 1989. Ab diesem Zeitpunkt widmete sie sich ausschließ­lich ihrem politischen und gesell­schaft­lichen Engage­ment.

In den thematischen Ausstellungen zu Kunst in der DDR der zurück­liegen­den Jahre fehlt der Name Bärbel Bohley ent­weder ganz oder wird lediglich am Rande erwähnt. Die Gründe dafür mögen viel­gestaltig sein. Im Vorder­grund der Wahr­nehmung steht die politisch und gesell­schaft­lich enga­gierte Bärbel Bohley. Dafür hatte sie die Malerei schließ­lich bewusst auf­gegeben.

Kunst und Leben lassen sich bei Bärbel Bohley jedoch nicht von­einander trennen. Betrach­tet man aus heutiger Perspek­tive ihren Lebens­weg und betrachtet man die künst­lerischen Arbeiten, die sie in der begrenzten Zeit­spanne ihrer aktiven künst­lerischen Tätig­keit ge­schaffen hat, wird deutlich, dass im Zentrum von Bärbel Bohleys gesamter Lebens­praxis das Interesse am Menschen als einem frei­heit­lich denken­den und handeln­den Wesen steht. Ihr Werk umfasst zu einem großen Teil Ab­bildun­gen des mensch­lichen Körpers. Akt­dar­stellun­gen, Figuren im Raum, Portraits sind immer wieder­kehrende Motive in ihrer Arbeit. An ihnen werden Zu­stände mensch­lichen Daseins in immer neuen Variationen ausgelotet. Hier sieht sie ein Gestaltungs­potential, dass sie dann mehr und mehr in andere Bereiche des Lebens über­tragen und er­weitert hat. Sie sagte selbst, „dass sie sich nach 1989 »in gewisser Weise schon als Aktions­künstler gefühlt« hätte, es sei ihr immer um Kreativi­tät gegangen und ihre hatte nur ein anderes Betätigungs­feld ge­funden“.

Bärbel Bohley ist 2010 gestorben. Dass sie in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden wäre, ist der Anlass für diese erste um­fassende Werk­schau, die Bärbel Bohley als Person, als Künstlerin und kreative Persönlich­keit der Zeit­geschichte würdigen möchte.

Virtuelle Eröffnung

Dienstag, 20.04.2021, 16.00–20.00 Uhr

Einführung: Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Grußwort: Sören Benn, Bezirksbürgermeister Pankow
Redebeitrag: Karla Sachse, Künstlerin

Videostandbild mit Sören Benn

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Formate: video/youtube

Hier die Einführungen und Grußworte anlässlich der Eröffnung unserer Ausstellung.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.