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Tina Bara | Recur, 2020 – Fotografie

Ausstellung vom 09.09. bis 01.11.2020

Im Rahmen des EUROPEAN MONTH OF PHOTOGRAPHY, Berlin

Als Kern von Tina Baras künstlerischer Arbeit kann man die Porträt­fotografie bezeichnen, wobei sie den mensch­lichen Körper als Matrix gesell­schaft­licher Ein­schrei­bungen begreift und thema­tisiert. Ihr prozess­orientierter, medien­reflexiver und zugleich poetischer Umgang mit der Foto­grafie begleitet die mensch­liche Figur zumeist in einem spezifi­schen räum­lichen Um­feld sowie über einen längeren Zeit­raum. Diese Heran­gehens­weise be­zeichnet Bara selbst als „performa­tives Portrait“ und ent­wickelt dabei Darstellungs­optionen, in deren offenen, dialogisch angelegten Settings sie jene Fragen formu­liert, die sie dringend beschäftigen.

"Conny", aus der Serie Indizes Periphere, 1998, C-Print, 40 x 32 cm
"Conny", aus der Serie Indizes Periphere, 1998, C-Print, 40 x 32 cm
Bild: © Tina Bara

Die Ausstellung versammelt Portrait­arbeiten aus verschie­denen Schaffen­sperioden bis hin zu aktuellen Auf­nahmen, in denen bestimmte Prota­gonisten und Motive immer wieder präsent sind. In den jeweili­gen Serien dokumen­tiert Bara die berührende Geschichte eines Stück Lebens und Werdens ihrer Protago­nisten, geht dabei über das Bio­grafische hinaus und findet eine ganz eigene Form der Poetik geschicht­lichen Erzählens mit foto­grafischen Mitteln.

Tina Bara (1962 in Klein­machnow geboren) studierte nach dem Abitur 1980 bis 1986 Ge­schichte und Kunst­geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war aktiv in oppo­sitio­nellen Gruppen, unter anderem bei „Frauen für den Frieden“. 1985 hatte sie ihre erste Foto­aus­stellung im Kreis-Kultur­haus Berlin-Treptow. Seit 1986 war sie als Mitglied des Ver­bandes Bildender Künstler frei­beruflich als Foto­grafin tätig, unter anderem für das DEFA-Studio für Dokumentar­filme so unter anderem für flüstern & SCHREIEN – Ein Rock­report. Im gleichen Jahr nahm sie ein Fern­studium der Foto­grafie an der Hoch­schule für Grafik und Buch­kunst Leipzig auf. 1989 über­siedelte sie nach West-Berlin. Seit 1993 ist sie Professorin für künst­lerische Foto­grafie an der Hoch­schule für Grafik und Buch­kunst Leipzig.

Ausstellungseröffnung

Dienstag, 08.09.2020, 19.00 Uhr

Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Einführung: Maren Lübbke-Tidow, Kunsthistorikerin

Publikation

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Katalogpräsentation: Donnerstag, 29.10.2020, 19:00 Uhr