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Valérie Favre »VALERY/PLATTFORM I/EXIL«

Ausstellung bis 11.04.2021

Ein Projekt von Valérie Favre in der Galerie Pankow

Mit Unterstützung der Schweizerischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Bildvergrößerung: “La Poulinière” für VALERY / PLATTFORM I / EXIL, Berlin 2020
“La Poulinière” für VALERY / PLATTFORM I / EXIL, Berlin 2020
Bild: © 2020 Valérie Favre und VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Uwe Walter

Das Exil – seit Jahrhunderten Teil unserer Zivilisations- und Kultur­geschichte – ist in unserer Gegen­wart als Begriff wie als Phänomen nach wie vor von hoher Aktualität. Die Künstlerin Valérie Favre, mit franzö­sischer und Schweizer Staats­bürger­schaft in Berlin lebend und arbeitend, setzt sich in der Ausstellung VALERY / PLATTFORM I / EXIL aus künstlerischer Perspektive mit dieser hoch­komplexen Thematik auseinander. Dabei werden die Räume der Galerie Pankow zur Plattform eines künst­lerischen Austauschs, der verschiedene Betrachtungs­ebenen ermöglicht.

Zusammen mit anderen ‚nomadischen Künstler_innen’ richtet Valérie Favre eine neue Perspektive auf das Thema und markiert zugleich den Kontrast zu all jenen Menschen, die aus politischen, religiösen oder/und ökonomischen Gründen fernab ihrer Herkunfts­länder leben müssen. Das Exil in seinen vielfältigen Aspekten und Erscheinungs­formen wird durch künst­lerische Strategien und Ausdrucks­mittel erforscht – als universale Erscheinung, als Moment des Flüchtigen/­Ephemeren, als eng mit der Sprache verbundenes Problem, als persönlich-individuelle Frage, als Extremfall von ‚Heimatlosigkeit’.

Valérie Favre tritt dabei mit partizipativ ausgerichteten Interventionen und Installationen in einen Dialog mit eingeladenen Künstler_innen, Dichter_innen, Philosoph(inn)en, Sozio­log(inn)en und mit den Besucher_innen.
Zugleich hinterfragt sie mit dem Projekt gängige Konventionen der Ausstellungs­praxis. Statt­dessen schafft sie eine Bühne für unterschied­lichste Künstler_innen und Theoretiker_innen in einer sich stetig weiter entwickelnden Ausstellung unter Berück­sichtigung der Aspekte Zeit, Zufall, Räum­lich­keit und Autorschaft.

Im Rahmen der Ausstellung wird das von Favre gegründete BUREAU DES SUICIDES am 10. November 2020 eröffnen. Seit 2000 widmet sie sich als Künstlerin dem Thema des Freitods und entwickelte eigens dafür eine Serie von Malereien, welche im Neuen Berliner Kunstverein (Berlin, 2013) und bei Bergen Assembly (Norwegen, 2019) zu sehen war. Valérie Favre möchte ihre bisher rein künst­lerische Perspektive auf das Thema nun erweitern und es aus ganz unterschied­lichen Blick­winkeln beleuchten: soziologisch, geschichtlich, poetisch und philosophisch. Die Idee ist, mit dem BUREAU DES SUICIDES eine Art Labor ins Leben zu rufen, in welchem das Thema auf verschiedensten Ebenen erforschen werden kann.

1959 in der Schweiz geboren, avanciert Valérie Favre nach ihrer anfänglichen Theater- und Filmlaufbahn in Paris zu einer der wichtigsten Malerinnen Frankreichs und erlangte darüber hinaus international Ankerkennung. 1998 über­siedelte sie nach Berlin, wo sie seit 2006 als Professorin an der Universität der Künste lehrt. Thematische Schwer­punkte aus der Kunst­geschichte, der Literatur, der Philosophie, dem Theater und dem Film prägen ihr Werk. Valérie Favres malerischer Ansatz bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion und lotet die Möglichkeiten heutiger Malerei im Bewusstsein ihrer kunst­historischen Entwicklung aus.

In ihren Gemälden untersucht Favre Themen wie die Rolle der Künstlerin in der Gesellschaft oder die traditionelle Zuordnung von Geschlechterrollen in immer neuen Kompositionen. Sie arbeitet stets gleichzeitig an verschiedenen Werkgruppen und in unter­schiedlichen Medien.
Ausgewählte Einzelausstellungen umfassen: Neue Galerie, Gladbach, Deutschland (2018); Musée d’art et d’histoire, Neuenburg, Schweiz (2017); Musée d’art moderne et contemporain, Straßburg, Frankreich (2015); Neuer Berliner Kunstverein, Berlin, Deutschland (2013); Kunstmuseum Luzern (2010). Im Jahr 2012 wurde Valérie Favre für den renommierten Prix Marcel Duchamp in Frankreich nominiert.

Eröffnung

Dienstag, 10.11.2020, 18.00 bis 20.00 Uhr – Eröffnung [VIRTUELL]

Ansprache: Annette Tietz, Leiterin der Galerie, und Valérie Favre.

direkt im Anschluss: Eröffnung des BUREAU DES SUICIDES BERLIN-PARIS

Valérie Favre im Gespräch mit Thomas Macho, Kulturwissenschaftler/Philosoph, Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften, Wien und Geraldine Spiekermann, Kunsthistorikerin, Universität Potsdam

Veranstaltungen

Donnerstag, 12.11.2020, 19.00 Uhr – Livestream vom 12. November 2020

Valérie Favre (Frankreich/Schweiz/Deutschland) im Gespräch mit den Künstler_innen Asana Fujikawa (Japan/Deutschland) und Driss Ouadahi (Algerien/Deutschland)

Donnerstag, 19.11.2020, 19.00 Uhr – Livestream vom 19. November 2020

Valérie Favre (Frankreich/Schweiz/Deutschland) im Gespräch mit der Künstlerin Anna Schapiro (Russland/Deutschland).

Vernissage (virtuell) & Eröffnung des BUREAU DES SUICIDES BERLIN - PARIS – 10. November 2020

Vernissage (virtuell) & Eröffnung des BUREAU DES SUICIDES BERLIN - PARIS - 10. November 2020

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Formate: video/youtube

Valérie Favre im Gespräch mit Thomas Macho, Kulturwissenschaftler/Philosoph, Direktor des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften, Wien und Geraldine Spiekermann, Kunsthistorikerin, Universität Potsdam.

DE VALERY / PLATTFORM 1 / EXIL – Livestream vom 12. November 2020

DE VALERY / PLATTFORM 1 / EXIL - Livestream vom 12. November 2020

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Formate: video/youtube

Valérie Favre (Frankreich/Schweiz/Deutschland) im Gespräch mit den Künstler*innen Asana Fujikawa (Japan/Deutschland) und Driss Ouadahi (Algerien/Deutschland).

DE VALERY / PLATTFORM 1 / EXIL – Livestream vom 19. November 2020

DE VALERY / PLATTFORM 1 / EXIL - Livestream vom 19. November 2020

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Valérie Favre (Frankreich/Schweiz/Deutschland) im Gespräch mit der Künstlerin Anna Schapiro (Russland/Deutschland).