Manfred Paul: Mauer

Fotografie

Aus Anlass des 30. Jahrestages des Mauerfalls.

Ausstellung vom 06.11.2019 bis 12.01.2020

Manfred Paul: 19.04.1990, 9.30, Heinrich-Heine-Straße
Manfred Paul: 19.04.1990, 9.30, Heinrich-Heine-Straße

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zeigt der Berliner Fotograf Manfred Paul (geb. 1942) erstmals einen umfäng­lichen Werkkomplex zu diesem Thema.

Zwischen November 1989 und Dezember 1990 ist der Künstler, der unweit der ehemaligen Grenze in Ost-Berlin gelebt hat mit Platten­kamera und Polaroid­kamera entlang der Mauer unter­wegs gewesen um dieses steinerne Zeugnis als Relikt der politischen Teilung aber auch als bestimmendes Element der eigenen Lebens­wirklich­keit zu foto­grafieren. Obwohl Manfred Paul der deutschen Teilung und der Errichtung der Mauer immer kritisch ge­gen­über ge­stan­den hat erzeugte der Fall der Mauer nicht nur Hoffnung sondern auch Unsicher­heit und Zweifel. Die foto­grafische Bestands­aufnahme – die den Abbau und Verfall der Mauer zeigt – war für ihn Mittel der Selbst­ver­gewisserung in dieser Situation.

Entstanden sind Fotografien – analog und schwarz/weiß – die die Mauer und das an­gren­zen­de Gelände als Wund­mal der Geschichte aber auch als offenen Denk­raum zeigen.

Die Zusammenstellung und Veröffent­lichung der Arbeiten in der Galerie Pankow sind das Ergebnis einer aktuellen Reflexion des Künstlers über die Mauer mit dem damals entstan­denen foto­grafi­schen Material. Zur Ausstellung erscheint das Buch »Mauer« bei Spector Books, 128 Seiten, Hardcover Herausgegeben von Annette Tietz.

Manfred Paul, geboren 1942 in Schraplau bei Halle, absolvierte ein Studium der Fotografie an der HGB in Leipzig sowie ein Kamera­studium an der HFF in Potsdam-Babelsberg. Von 1974 bis 1994 war Manfred Paul Dozent für Fotografie an der FWG Berlin, von 1995 bis 2007 Professor für Fotografie und audio­­visuelle Medien an der FHTW Berlin. Der Künstler lebt und arbeitet seit 1968 in Berlin.

Seine Werke befinden sich u.a. in den Sammlungen der Berlinische Galerie, des Branden­burgischen Landes­museums für Moderne Kunst Cottbus, des Kupferstich-Kabinetts Dresden, des Museum Ludwig Köln, des Musée de l’ Elysée Lausanne, des MOMA New York, der Biblio­thèque Nationale de France Paris sowie weiteren privaten und öffent­lichen Samm­lungen.

Eröffnung

Dienstag, 05.11.2019, 19.00 Uhr
Es sprechen: Annette Tietz (Galerieleiterin) und Eugen Blume (Kunsthistoriker, Berlin und Dechowshof)

Veranstaltungen

Donnerstag: 21.11.2019, 19.00 Uhr
»Einer ist geblieben. Einer ist gegangen« – Gespräch mit Andreas Rost und Matthias Leupold
Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes Aufbruch 1989 Erinnern 2019

Donnerstag, 05.12.2019, 19.00 Uhr
Ulrich Domröse im Gespräch mit Manfred Paul