Veranstaltungsreihe: Klang Farbe 06

Klaus Killisch, rough mix, 2017, Collage, 50 x 70 cm
Klaus Killisch, rough mix, 2017, Collage, 50 x 70 cm
Bild: Klaus Killisch

Mit Klang Farbe 06 setzt die Galerie Pankow eine Vortragsreihe fort, die sich dem Musi­kalischen als ursprünglichste Geste der Kommunikation widmet und aus verschiedenen Perspektiven annähert.
Ein Projekt der Galerie Pankow. Mit freundlicher Unter­stützung durch den Freundes­kreis der Galerie Pankow.

  • Sonntag
    25.06.2017
    17.00 Uhr

    Kalle Laar: They’re talkin‘ ‚bout a revolution / It sounds like a whisper…

    Frauenstimmen und Widerständigkeit – mit vielen Beispielen in Ton und Bild

    Während im Pop Frauenstimmen allgegenwärtig scheinen, wird kultureller Ausdruck von Gesellschaftskritik und Widerstand eher selten mit weiblichen Akteuren in Verbindung gebracht. Wie über­haupt die Rolle von Frauen in politischen Umbrüchen nur selten gewürdigt wird.

    Nicht vom revolutionären Geflüster Tracy Chapmans handelt dieser Vortrag, sondern von kraftvollen Stimmen und folgenreichen Initiativen. Der Bogen spannt sich von der/den Russischen bis zur Jasmin-Revolution, changiert zwischen beispielhaften Rollen in Politik und Pop, und bietet eine kaleidoskopische Auswahl von Beispielen unmännlicher Einmischung in revolutionäre Belange der letzten 100 Jahre.

    Kalle Laar (geboren 1955) studierte Wissenschaftsgeschichte an der Ludwigs-Maximilians-Universität München und betreibt das Temporäre Klangmuseum, ein Archiv an Vinyldokumenten zur Zeitgeschichte. Er lebt als Klangkünstler, Komponist, DJ und Produzent in München und Wien.

    www.klangmuseum.de

  • Donnerstag
    18.05.2017
    19.00 Uhr

    Catherine Lorent: Doom Spectrum

    Doom – das bedeutet in der Musik exzessive Gitarrenriffs, schräge Verzerrungen, schleppende Tempi und eine „dunkle“ Atmosphäre. Eben eine solche Ästhetik gibt auch in den Bildern und Installa­tionen der Luxemburger Künstlerin Catherine Lorent, die 2013 ihr Land auf der Venedig Biennale vertreten hat, immer wieder den Ton an. In ihrer Kunst nämlich verbindet Lorent eine wohlkalkulierte Konzeptualität mit „wilder“ Expressivität, historistische Stile mit zeitgenössischen Formensprachen und trashige Elemente mit solchen aus der High Art in einer überaus überraschenden Art und Weise. (Raimar Stange)

    Catherine Lorent (geboren 1977 in München) ist eine Luxem­burger Künstlerin, die sich entgegen der gängigen künstlerischen Frage­stellungen mit der Idee des barocken Gesamtkunstwerkes be­schäf­tigt und diese Thematik in ihrem Schaffen adaptiert.
    Sie studierte Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe, Geschichte an der Universität Freiburg und Kunstgeschichte an der Pariser Sorbonne. In Geschichte und Kunst­geschichte wurde sie an der Universität Luxembourg und an der Universität Heidelberg promoviert. In ihrem Schaffen vereint Lorent bildende Kunst, Musik und Performance. Besondere Auf­merk­samkeit erlangte sie durch ihre Installation Relegation auf der 55. Biennale di Venezia, auf der sie ihr Heimatland Luxemburg vertrat.

    www.granhorno.com / www.malerinnennetzwerk.com

  • Donnerstag
    27.04.2017
    19.00 Uhr

    Die Veranstaltung entfiel aus tech­nischen Gründen.

    Opening Performance Orchestra: Nahe Kontraste

    Schwarz & Weiß / Klang & Stille / Licht & Schatten
    no melody – no rhythm – no harmony
    this is fraction music

    Opening Performance Orchestra – das ist ein siebenköpfiges Ensemble, das nach beinahe zwanzig Jahren, in denen es sich abseits der Öffentlichkeit musikalischen Aktivitäten, aber auch Unternehmungen außerhalb der Musik widmete, im Jahr 2006 daran ging, auch eigene Musikwerke zu schaffen. Der Klang­konzep­tionalismus des Opening Performance Orchestra bekennt sich zu den Werken der Avantgarde des 20. Jahrhunderts und der japanischen Noise Music und gründet auf der Idee der fraction music, oder anders ausgedrückt: auf dem Slogan „keine Melodien – keine Rhythmen – keine Harmonien“. Herauskam dabei eine ganze Reihe eigener Kompositionen, genannt seien an dieser Stelle wenigstens die Serie Spring Ceremony und Fraction Music, Evenfall, Creeping Waves, sowie auch Neuinterpretationen der Kompositionen anderer Autoren, mit denen die Mitglieder des Opening Performance Orchestra sich verwandt fühlen, wie etwa Inspirium Primum, ein Verweis auf das Material eines Vertreters der japanischen Noise Music, Hiroshi Hasegawas, sodann BROKEN REBROKEN, ein Werk, das sich auf die zertrümmerte Broken Musik Milan Knížáks bezieht, Chess Show als persönliche Erinnerung an John Cage, oder etwa die Kompositionen Noise of Art und Futuristic Soirée, die von Ideen und Texten der ita­lie­nischen Futuristen ausgehen und bei denen die authentischen Instrumente Intonarumori zum Einsatz kommen.

    www.o-p-o.cz