Berlin mit dem 100er Bus

Berlin mit dem 100er Bus

Die öffentliche Buslinie 100 startet am Bahnhof Zoologischer Garten und endet am Alexanderplatz. Sehenswürdigkeiten werden während der Fahrt nicht kommentiert, dafür ist die Tour eine kostengünstige Gelegenheit eine Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus zu unternehmen. Was man dafür braucht: Einen Fahrschein AB und rund 60 Minuten Zeit. Die wichtigsten Stationen im Überblick.

  • BVG Bus 100© www.bus100.de
    Bus der BVG Linie 100
  • Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche© dpa
    Die Gedächtniskirche
  • Der Haupteingang vom Zoo in Berlin© dpa
    Der Haupteingang vom Zoo in Berlin
  • Haus der Kulturen der Welt© dpa
    Das Haus der Kulturen der Welt
  • Sonne geht hinter dem Brandenburger Tor in Berlin auf© dpa
    Brandenburger Tor
  • Unter den Linden© Tobias Droz/BerlinOnline
    Reiterstandbild von Friedrich dem Großen auf der Straße Unter den Linden
  • Humboldt-Universität Berlin© dpa
    Hauptgebäude der Humboldt-Universität
  • Bebelplatz© Tobias Droz/BerlinOnline
    Bebelplatz in Berlin Mitte
  • St. Hedwigs-Kathedrale© dpa
    Blick auf die St.-Hedwigs-Kathedrale.
  • Die Neue Wache an der Straße Unter den Linden© dpa
    Neue Wache
  • Zeughaus© Tobias Droz/BerlinOnline
    Das Zeughaus mit dem Deutschen Historischen Museum
  • Schlossbrücke© Tobias Droz/BerlinOnline
    Die Schlossbrücke mit dem Berliner Dom im Hintergrund
  • Altes Museum in Berlin© dpa
    Das Alte Museum auf der Berlier Museuminsel.
  • Berliner Dom© dpa
    Der Berliner Dom
  • Marx-Engels-Forum© Arne Janssen/BerlinOnline
    Das Marx-Engels-Forum
  • Neptunbrunnen© dpa
    Neptunbrunnen
  • St. Marienkirche© dpa
    St. Marienkirche
  • Fernsehturm© Tobias Droz/BerlinOnline
    Der Fernsehturm in Berlin Mitte
  • Alexanderplatz© Tobias Droz/BerlinOnline
    Der Alexanderplatz in Berlin mit dem Fernsehturm und dem Hotel Park Inn

Station 1: Gedächtniskirche

Die Tour beginnt am berühmten Bahnhof Zoo, der durch das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" weit über Berlin hinaus bekannt wurde. Heute ist der Bahnhof deutlich ruhiger geworden, denn nach Fertigstellung des Berliner Hauptbahnhofs 2006 hatte der "Zoo" seinen Status als Fernbahnhof verloren, Fernverbindungszüge halten hier kaum noch.

Von den Gleisen aus sichtbar ist eines das Wahrzeichen Berlins: die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die neoromanische Kirche wurde von 1891 bis 1895 gebaut und während des Zweiten Weltkrieges im November 1943 weitgehend zerstört. Der angrenzende Breitscheidplatz ist einer der belebtesten Plätze in Berlin mit einem markanten Brunnen, der sich bis zum Untergeschoss des Europa-Centers erstreckt. Das Hochhaus mit dem Hotel Waldorf Astoria überragt den Platz, an der Seite trennt das langestreckte "Bikini Berlin"- Gebäude den Platz von den Gehegen des Zoologischen Gartens. Dessen Eingang befindet sich am Bahnhofsvorplatz.

Station 2: Elefantentor

Das prächtige Elefantentor ist ein absoluter Blickfang und einer von zwei Eingangstoren zum Zoo Berlin. Das Original von 1899 wurde im Krieg zerstört aber im Jahre 1984 als detailgetreue Kopie wiedererrichtet. In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Aquarium, das als artenreichstes Aquarium der Welt geführt wird. Denn neben Fischen lassen sich hier auch Amphibien, Reptilien und Insekten beobachten.

Station 3: Haus der Kulturen der Welt

Direkt im Tiergarten liegt ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: Das Haus der Kulturen der Welt (Kongresshalle). Von Einheimischen wird das markante Bauwerk auch "Schwangere Auster" genannt. Seit der Eröffnung im Jahre 1957 finden hier jährlich viele Ausstellungen und Veranstaltungen statt. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Carillion, ein Glockenturm mit 68 Glocken.

Station 4: Brandenburger Tor

Wenige Gehminuten vom Reichstag entfernt befindet sich das eigentliche Wahrzeichen von Berlin - das Brandenburger Tor. Das monumentale Tor kann auf eine rund 200jährige Geschichte zurückblicken. Seit der Wiedervereinigung ist es das Nationalsymbol für die Einheit und eines der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt. In der Nacht wird das Tor eindrucksvoll mit Scheinwerfern angeleuchtet.

Station 5: Unter den Linden

Nach einem kleinen Schlenker fährt der 100er Bus nun auf auf der wohl berühmtesten Allee Berlins lang - Unter den Linden. Hier reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. Angefangen vom prachtvollen Bau der Russischen Botschaft über die Shoppingmeile Friedrichstraße bis hin zum Berliner Dom und dem Lustgarten.

Am Ende der Mittelpromenade befindet sich das Reiterstandbild von König Friedrich dem Großen. Das 13,5 Meter hohe Denkmal ist nach dem Entwurf von Christian Daniel Rauch entstanden und gehört zu den bedeutendsten Reiterdenkmälern des 19. Jahrhunderts.

Station 6: Humboldt Universität

Das heutige Hauptgebäude der Humboldt-Universität entstand zwischen 1748-66 als dritter Bau des Forum Fridericianum. Erst um 1810 nahm die neugegründete Universität ihren Lehrbetrieb auf.

Station 7: Bebelplatz

Direkt gegenüber vom Hauptgebäude der Humboldt-Universität befindet sich der Bebelplatz. Am 10. Mai 1933 fand hier die von den Nationalsozialisten initiierte Bücherverbrennung statt. In der Platzmitte befindet sich das Denkmal "Versunkene Bibliothek" von Micha Ullmann. Dieser unterirdische Raum ist durch eine Glasplatte im Pflaster einsehbar.

Station 8: St. Hedwigskathedrale

Auf dem Bebelplatz befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit - die St. Hedwigskathedrale. Sie war der zweite Bau des geplanten Forum Fridericianum und ist heute die Bischofskirche des Bistums Berlin.

Station 9: Neue Wache

Gleich neben dem Zeughaus, in dem heute das Deutsche Historische Museum untergebracht ist, befindet sich die recht kleine Neue Wache. Sie wurde in den Jahren 1816 bis 1818 nach den Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel gebaut und ist seit dem Jahr 1993 die zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer der Kriege und der Gewaltherrschaft.

Station 10: Zeughaus

Das Zeughaus ist eines der ältesten und schönsten Gebäude der Berliner Prachtmeile Unter den Linden. Begonnen wurde mit dem Bau um 1695 unter der Leitung von Johann A. Nering. Um 1706 wurde das Zeughaus vollendet und als Waffenarsenal genutzt. Nach einem Umbau und der Sanierung ist im Zeughaus seit 2006 die Ständige Ausstellung des Deutschen Historischen Museums zu sehen.

Station 11: Schloßbrücke

Der 100er Bus fährt nun über die von Karl Friedrich Schinkel errichtete Schloßbrücke. Sie gehört mit ihrem historischen Brückengeländer und den acht Marmorfiguren zu den beeindruckendsten Brücken der Stadt.

Spätestens hier sollte man einen Stopp einplanen, denn der Lustgarten mit dem Alten Museum lädt zum Verweilen ein.

Station 12: Altes Museum

Das Alte Museum wurde 1830 nach den klassizistischen Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel erbaut. Auffällig wirken die 18 mächtigen Säulen an der Vorhalle und die Granitschale vor dem Museum.

Station 13: Berliner Dom

Mit seinen markanten Gestaltungsmerkmalen ist der Berliner Dom ein Muss für jeden Kirchenliebhaber. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom durch eine Flüssigkeitsbrandbombe schwer beschädigt und verwandelte die Predigtkirche mit der Hohenzollerngruft in eine Ruine. Von Dezember 2006 bis 2008 wurde ein neues Kuppelkreuz konstruiert, da der Vorgänger komplett vom Rost zerfressen gewesen ist.

Station 14: Marx-Engels-Forum

An der Nordwestecke des Schlossplatzes, auf dem vorher der Palast der Republik stand, befindet sich ein weiteres Relikt aus DDR-Zeiten - das Marx-Engels-Forum. Hier sind überlebensgroß die Urväter des wissenschaftlichen Kommunismus, Karl Marx und Friedrich Engels, als Figuren dargestellt.

Station 15: Neptunbrunnen

Sprichwörtlich einen Steinwurf vom Marx-Engels-Forum entfernt befindet sich der Neptunbrunnen. Die neobarocke Anlage hat berühmte Vorbilder in Rom: den Vierströmebrunnen (Piazza Navona) und den Tritonenbrunnen (Piazza Barberini).

Station 16: St. Marienkirche

Die St. Marienkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, ist aber aufgrund von Bränden mehrfach verändert worden. Das aus dem Mittelalter stammende Wandgemälde des Totentanzes in der Turmhalle gehört zu den berühmtesten und ältesten Denkmälern Berlins.

Station 17: Fernsehturm

Die Sightseeing-Tour mit dem 100er Bus neigt sich dem Ende zu. Direkt am Alexanderplatz steht das höchste Gebäude Deutschlands - Der Berliner Fernsehturm. Mit seinen 368 Metern ist er eines der markantesten Wahrzeichen Berlins. Touristen und Einheimische strömen bei gutem Wetter in den Fernsehturm, um in der Turmkugel zu speisen oder um einfach nur den Blick über Berlin zu genießen.

Station 18: Alexanderplatz

Das Ziel ist erreicht - nur knapp eine halbe Stunde braucht der Bus vom S+U-Bhf Zoologischer Garten bis zum S+U-Bhf Alexanderplatz. Wer sich die interessanten Sehenswürdigkeiten in Ruhe angucken möchte steigt einfach aus und kann ein paar Minuten später den nächsten Bus nehmen.

Bundeskanzleramt Berlin
© dpa

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Aktualisierung: 15. April 2019